Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Trusted shop Trusted shop stars 4,9/5 Seit über 30 Jahren Pionier für Natur- und Gesundheitsprodukte | Bis 13 Uhr bestellt - Versand am selben Werktag
übersäuerung deskörpers beitragsbild: blonde frau schaut nachdenklich

Übersäuerung des Körpers: Mythos oder Medizin?


Gehört hat es wohl jeder von uns schon einmal: „Du bist bestimmt übersäuert!“. Um die Spannung vorab direkt zu nehmen: Ja, unser Körper kann übersäuern. In der Schulmedizin ist das Konzept einer allgemeinen Übersäuerung des Körpers bisher nicht anerkannt – lediglich in der Form einer Azidose. Diese Art der Übersäuerung, bei welcher der pH-Wert des Blutes gefährlich absinkt, kann lebensbedrohlich sein. 

Jedoch berichten viele Menschen von Problemen, die auf eine latente Übersäuerung hinweisen. Ursachen dafür gibt es viele: Ungünstige Ernährung, elektromagnetische Felder, Stress, Krankheit, und vieles mehr. Erfahre in diesem Artikel alles zum Thema Übersäuerung und dem Säure-Basen-Haushalt des Körpers.

Der Säure-Basen-Haushalt – Das Basiswissen

Um das Thema Übersäuerung vollständig zu verstehen, ist es wichtig, einige grundlegende biologische Mechanismen zu betrachten, die unser Überleben sichern. Diese Prozesse, die eng mit dem Säure-Basen-Haushalt des Körpers verbunden sind, haben wir vereinfacht zusammengefasst:

Unsere Zellen haben Transport- und Austausch-Systeme

Zunächst ist wichtig zu wissen: Jede unserer Zellen verfügt über sogenannte Transport- und Austausch-Systeme. Sie ermöglichen den Transport verschiedener Mineralstoffe über die Zellmembran hinweg. Zu diesen Mineralstoffen zählen in erster Linie Natrium, Kalium, Magnesium sowie Calcium.

Es gibt ganz viele verschiedene dieser Transport- und Austausch-Mechanismen. Am wichtigsten für dich zu kennen sind zwei:

  • Symporter: Dieses Transport-System ermöglicht den gleichzeitigen Eintritt zweier entgegengesetzt geladener Teilchen (Zum Beispiel Natrium (positiv geladen) und Chlorid (negativ geladen))
  • Antiporter: Dieses Austausch-System ermöglicht den Austausch zweier geladener Teilchen. Das bedeutet ein Teilchen gelangt in unsere Zelle hinein, während gleichzeitig ein anderes hinaustransportiert wird. (Zum Beispiel Natrium gegen Calcium)

Unsere Zellen brauchen bestimmte Elektrolyt-Verhältnisse

Die Mineralstoffe Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium werden oft auch unter dem Begriff „Elektrolyte“ zusammengefasst. Tatsächlich benötigen unsere Zellen immer ein bestimmtes Verhältnis dieser Elektrolyte vom „Innenraum“ zum „Außenraum“. Nur so können sie optimal funktionieren. Die Niere scheidet überschüssige Elektrolyte über den Urin aus. Eine Zelle, die nicht über dieses Elektrolyt-Gleichgewicht und eine ausgewogene Balance von Säuren und Basen verfügt, kann nicht mehr dieselbe Stoffwechselleistung erbringen, wie eine gesunde Zelle. Denn durch die Elektrolyt-Verschiebung ändert sich der pH-Wert. Und von diesem sind wiederum zahlreiche Enzyme abhängig, die unseren Stoffwechsel aufrecht und geschmeidig erhalten.

Vereinfacht gesagt gilt:

  • Kalium und Magnesium sollten sich vor allem IN unseren Zellen befinden.
  • Natrium und Calcium sollten sich vor allem AUSSERHALB unserer Zellen befinden.

Unsere Zellen sind „gespannt“

Durch die beschriebenen Elektrolyt-Verhältnisse, bauen unsere Zellen eine gewisse Grundspannung auf. Wissenschaftlich bezeichnet man diese als das sogenannte Ruhemembranpotenzial. Es liegt bei rund -70 mV.

Im Gegensatz dazu gibt es auch das Aktionspotenzial. Es entsteht, wenn ein Nervenimpuls an die Zelle gelangt. Dieser bewirkt einen Einstrom von Natrium und Calcium IN die Zelle (das waren die beiden Mineralstoffe, die sich vor allem außerhalb unserer Zellen befinden sollten).

Flacht der Nervenimpuls wieder ab, sollten Natrium und Calcium wieder aus der Zelle ausgeschieden werden.


balancierende steine

Eine Zelle, die nicht über eine ausgewogene Balance von Säuren und Basen verfügt, kann nicht mehr dieselbe Stoffwechselleistung erbringen, wie eine gesunde Zelle.


Ursachen von Übersäuerung des Körpers

Verfügen wir nicht über genug basische Mineralien (in erster Linie Magnesium und Kalium), so können sich unsere Zellen nicht mehr „abregen“. Es kommt dann zu einem dauerhaften Einstrom von Calcium in unsere Zellen und das ist für unsere Gesundheit fatal. Es werden vermehrtWasserstoff-Ionen (zum Beispiel in Form von Lactat) gebildet, die als Säuren im Körper wirken.

Genau das ist die Ursache für oxidativen Stress – und damit auch für ein gestörtes Immunsystem, chronische Entzündungen und die Entwicklung verschiedener Krankheiten.

Es gibt zahlreiche Faktoren, die zu einem vermehrten Einstrom von Calcium in unsere Zellen führen. Einige Beispiele wären:

  • Elektromagnetische Felder (WLAN, Mobilfunk, …)
  • Toxische Metalle (Quecksilber, Arsen, …)
  • Umweltgifte (Kunststoffe, Lösungsmittel, Pestizide, …)
  • Bakterien, Viren und Pilze
  • Bestimmte Lebensmittel (siehe unten)
  • Psychischer Stress

Enorm wichtig für unsere Gesundheit ist daher, dass unser Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht bleibt, indem der Körper immer über genügend Puffer – also in erster Linie Magnesium und Kalium – verfügt, dieüberschüssige Säuren wieder ausgleichen können.

Zusammengefasst: Ja, einzelne Zellen können übersäuern (ganze Systeme, wie z. B. unser Blut allerdings NICHT – dann würden wir sterben!). Übersäuerung geschieht in erster Linie durch einen Mangel an den basischen Mineralien Magnesium und Kalium. Eine ausreichende Versorgung mit diesen beiden Mineralstoffen durch eine gesunde Ernährung und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmitteln ist daher immens wichtig.

Übersäuerung durch Lebensmittel: Alles, was sauer schmeckt, übersäuert! – Oder doch nicht? 

Über unsere Ernährung können wir in Sachen Übersäuerung viel bewirken. Ein Lebensmittel wirkt dann basisch, wenn es basische Mineralien mitbringt (also vor allem Kalium und Magnesium). Es wirkt auch dann basisch, wenn es unsere körpereigenen Puffersysteme wieder auffüllt. Dazu gehören zum Beispiel der Hämoglobin-Puffer in unserem Blut (Stichwort: Eisen) und unser Proteinat-Puffer (Stichwort: Aminosäuren). Günstig auf unseren Säure-Basen-Haushalt wirken also:

  • Kalium und Magnesium
  • Eisen
  • Eiweiß bzw. Aminosäuren

Super sind basische Lebensmittel wie Gemüse-Sorten aller Art, vor allem grünes Gemüse. Aber auch Obst wie Apfel, Banane oder Kiwi liefert reichlich Mineralstoffe. Obwohl die Zitrone sauer schmeckt, ist auch sie ein basisches Nahrungsmittel und wirkt nicht säurebildend. Für eine ausreichende Eiweißversorgung gilt: Pflanzliches Eiweiß übersäuert weniger als tierisches.

Ein Lebensmittel wirkt in erster Linie immer dann sauer, wenn es bestimmte Säuren mitbringt. Dazu gehören Sulfate, Phosphate und Chloride. Sie befinden sich nahezu immer in tierischen Lebensmitteln. Beim Abbau dieser Nahrungsmittel benötigt unser Körper viele basische Mineralien.


blonde frau isst obst in der küche

Bevorzuge basische Lebensmittel wie Gemüse-Sorten aller Art, vor allem grünes Gemüse.


Bin ich übersäuert? 

Die Frage, ob der eigene Körper übersäuert ist, stellen sich viele Menschen, besonders wenn sie Beschwerden wahrnehmen.

Folgen einer Übersäuerung

Naturheilkundler sprechen oft von der sogenannten „Säurestarre“. Damit ist gemeint, dass alles, was im Körper „fest“ oder verhärtet ist, als Anzeichen für übersäuerte Zellen interpretiert wird. Dieser Zustand entsteht durch eine anhaltende Säurebelastung, bei der der Körper nicht mehr in der Lage ist, einen Überschuss an Säuren ausreichend zu neutralisieren.

Diese Symptome sprechen für eine Übersäuerung

  • Schmerzen und Steifheit: Besonders im unteren Rücken, was oft als Leitsymptom für eine Übersäuerung gilt.
  • Muskelschmerzen und Krämpfe: Ein Überschuss an Säuren im Körper lagern sich im Muskelgewebe ab und führen zu Spannungen und Schmerzen.
  • Durchblutungsstörungen: Kalte Hände und Füße sind ein häufiges Anzeichen für „starre Gefäße“, die durch Säurebelastung ihre Elastizität verlieren.
  • Chronische Müdigkeit und Erschöpfung: Anhaltende Erschöpfung kann auftreten, da der Körper ständig versucht, die Säurebelastung zu neutralisieren.
  • Kopfschmerzen: Eine gestörte Durchblutung und verringerte Sauerstoffversorgung können immer wieder Kopfschmerzen verursachen.
  • Hautprobleme: Unreinheiten, Hautirritationen und ein fahler Teint können auf eine gestörte Säure-Basen-Balance hinweisen.

Diese Symptome deuten darauf hin, dass der Körper Schwierigkeiten hat, überschüssige Säuren auszugleichen, und sollten ernst genommen werden.


blonde frau krümmt sich vor schmerz

Ein Überschuss an Säuren im Körper kann zu Schmerzen führen.


Das Säure-Basen-Gleichgewicht fördern: Das kannst du gegen eine Übersäuerung tun

Ganz simpel gilt natürlich: Geh die Ursachen für den Säureüberschuss in deinem Körper an.

Achte auf folgende Punkte:

  • Setze auf eine überwiegend basische Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.
  • Reduziere den Verzehr von tierischen Produkten, da diese sauer verstoffwechselt werden.
  • Verzichte auf Alkohol und Nikotin, da beide Substanzen den Säuregehalt im Körper erhöhen und Entzündungen fördern können.
  • Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, vorzugsweise mit stillem Wasser oder ungesüßtem Tee, um die Säure-Basen-Balance zu unterstützen.
  • Reduziere die Belastung durch elektromagnetische Felder, indem du beispielsweise WLAN-Geräte nachts ausschaltest und das Handy nicht direkt am Körper trägst.
  • Sorge für seelische Ausgeglichenheit und reduziere Stress, um Entzündungen und Übersäuerung entgegenzuwirken.

Fazit

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt des Körpers ist wichtig für die Gesundheit. Ein ungesunder Lebensstil – wie eine Ernährung mit überwiegend säurebildenden Komponenten, Stress und Bewegungsmangel können unseren Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht bringen, eine Übersäuerung verursachen und damit zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Durch eine mineralienreiche Ernährung, ausreichend Bewegung (am besten in der Natur ohne Smartphone) und Stressmanagement kannst du jedoch dazu beitragen deinen Säure-Basen-Haushalt zu regulieren.

Aileen ist studierte Ökotrophologin (B. Sc.) und Ernährungswissenschaftlerin (M. Sc.) aus Leidenschaft. Sie ist außerdem ausgebildete Fitness-Trainerin (A-Lizenz). In ihrer Freizeit findet man sie daher immer im nächstgelegenen Schwimmbad, Fitnessstudio oder in der Küche - wenn sie nicht gerade auf Reisen ist.

Weitere Artikel:

spinat gnocchi auf teller

Spinat-Gnocchi

Auch wenn Spinat nicht so viel Eisen liefert, wie man früher glaubte, gehört er im Frühjahr öfters mal auf den...
Warum Muskeln so wichtig sind Beitragsbild: Junge und alte Frau bei der Plank Übung im Sport

Warum Muskeln so wichtig sind: Krafttraining für Alltag & in jedem Alter – welche Rolle spielt Creatin?

„Muss ich wirklich Krafttraining machen?“ Vielleicht hast du dir diese Frage auch schon gestellt. Muskelaufbau wird...
Kritische Nährstoffe bei veganer Ernährung Beitragsbild: Frau in der Küche isst Müsli mit Apfel und Erdbeeren

Kritische Nährstoffe bei veganer Ernährung

Immer mehr Menschen entscheiden sich aus verschiedenen Gründen dafür, sich vegan zu ernähren. Manche von ihnen sind...