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Newsletter Thema April 2016

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Schlechte Zähne sind schlecht fürs Herz

Zahnärzte und auch die deutsche Herzstiftung weisen seit Jahren auf den Einfluss von Parodontitis auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin. Eine Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Durch mangelnde Mundhygiene bildet sich auf den Zähnen ein Belag. Dieser ist ein idealer Nährboden für pathogene (krankmachende) Keime.

Ab einer gewissen Bakterienmenge reagiert das Zahnfleisch mit einer Entzündung. Sie merken das zuerst an Zahnfleischbluten. Dabei bleibt es leider nicht. Die Zahnfleischtaschen sind Brutstätten für die Bakterien. Von dort aus bewirken sie einen langsamen, aber stetigen Abbau des Knochens. Dieser Knochenabbau ist irreversibel, also nicht mehr rückgängig zu machen.

Besonders Menschen mit Zahnimplantaten müssen auf eine gute Mundhygiene achten. Ähnlich wie die Darmflora spielt auch die Bakterienflora im Mund eine wichtige Rolle. Die Art der Keime in der Mundflora entscheidet, ob Zähne und Zahnfleisch gesund bleiben.

Doch was haben die Zähne und das Zahnfleisch mit dem Herzen zu tun? Aus den entzündeten Zahnfleischtaschen dringen nicht nur Bakterien, sondern auch entzündungsfördernde Botenstoffe in die Blutbahn. Das schadet den Gefäßen, sie werden weniger elastisch und können sich nicht mehr so gut erweitern.

Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt, sagt der Kardiologe Prof. Helmut Gohlke von der Deutschen Herzstiftung. Etliche Studien zeigen ganz klar, dass Menschen mit Parodontitis deutlich häufiger an Herzerkrankungen leiden als solche ohne Zahnprobleme. Genau genommen haben Patienten mit Parodontitis ein fast doppelt so hohes Risiko eines Herzinfarktes.

Die gute Nachricht ist: „Wird die Parodontitis behandelt und verbessert sich die Mundhygiene, bessert sich auch innerhalb von sechs Monaten wieder der Zustand der Gefäße. Auch das belegen verschiedene Studien“, erklärt Prof. Gohlke.

Zirka 50 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leidet unter einer behandlungsbedürftigen Parodontitis. Doch das ist leider nicht der einzige Feind in unserem Mund. Eine Studie an der schwedischen Universität Uppsala deckte folgenden Zusammenhang auf: Menschen, die nur noch wenige Zähne besitzen, sterben besonders häufig an Herzkrankheiten. Darüber hat die Süddeutsche Zeitung im April 2010 berichtet. Die genauen Zahlen der schwedischen Wissenschaftler sind erschreckend.

Ein Mensch, der weniger als zehn eigene Zähne im Mund hat, ist demnach einem siebenmal höherem Risiko ausgesetzt, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu sterben, als ein gleichalter Mensch mit mindestens 25 Zähnen. Die Erklärung ist einfach. Wenn Betroffene mehr Zahnlücken haben, können bei Infektionen im Mundraum die Erreger leicht in den Blutkreislauf gelangen. Das kann zu einer chronischen Entzündung in den Arterien oder an den Herzklappen führen. Menschen mit künstlichen Herzklappen sollten übrigens besonders auf eine sorgfältige Mundhygiene achten.

Die schwedische Studie lief über zwölf Jahre. Es nahmen insgesamt 7674 Männer und Frauen teil. Der Studienleiter Gunnar Holm bemerkte allerdings selbstkritisch, dass die Studie sozio-ökonomische Faktoren sowie andere Risikofaktoren für Herzerkrankungen weitgehend unberücksichtigt ließ.

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Sie, liebe Leser, sollten Entzündungen im Mundraum nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der ganzheitlich arbeitende Zahnarzt Dr. med. dent. Johann Lechner veröffentlicht auf seiner Webseite folgende Zahlen, die das Ganze noch einmal verdeutlichen:

  • Durch chronische Zahnfleischentzündungen steigt das Risiko für einen Herzinfarkt um bis zu 200 Prozent.
  • Laut Forschungen an der Universität Heidelberg steigt bei entzündetem Zahnfleisch das Risiko für einen Schlaganfall sogar um bis zu 400 Prozent.

Bedauerlicherweise sind das nicht die Probleme, die unsere Gesundheit belasten. Ganzheitlich arbeitende Zahnärzte erkennen in den sogenannten Zahnherden oder Zahnstörfeldern eine wesentliche Ursache für systemische Erkrankungen wie Rheuma, Krebs, Alzheimer, MS, chronische Müdigkeit oder eben auch Herzerkrankungen.

Nun werden Sie sicherlich davon ausgehen, dass man eine Entzündung immer auf einem Röntgenbild sehen kann.Irrtum!

Der Arzt und Zahnarzt Dr. Dirk Schreckenbach weiß Folgendes zu berichten: „Untersuchungen zeigen, dass ein Defekt der zahnumgebenden Knochenstruktur erst dann auf dem Röntgenbild sichtbar ist, wenn ca. 40 Prozent des Knochengewebes bereits zerstört sind.“

Oft dauert es viele Jahre, bis 40 Prozent der Knochenstruktur zerstört sind. Das ganze Desaster eines Zahnherdes bzw. einer chronischen Entzündung macht sich aber schon viel früher bemerkbar. Wenn sie unter einer schweren, chronischen Erkrankung leiden und kein Arzt bisher eine Ursache oder Erklärung dafür finden konnte, macht es Sinn, dieser Spur nachzugehen. Der bekannte Krebsarzt Dr. Issels sagte mal: „Ich hatte bisher keinen Krebspatienten, der nicht mindestens zwei tote Zähne im Mund hatte“.

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Warum sind tote und wurzelgefüllte Zähne ein Problem?

Die meisten Zahnärzte belassen diese im Mund. Die Argumente dafür sind ja auch erst mal logisch: Auch wenn der Zahn tot ist, ist es immer noch ein eigener Zahn und kein Fremdkörper. Muss der Nachbarzahn gezogen werden, kann ein toter Zahn als Pfeiler für eine Brücke dienen, da er noch viele Jahrzehnte fest im Kiefer sitzen kann.

Die Argumente für das Entfernen eines toten oder wurzelgefüllten Zahnes sind nach Ansicht von ganzheitlich arbeitenden Zahnärzten noch einleuchtender: Stirbt ein Zahn durch eine Entzündung oder durch einen kariösen Defekt, bleiben in dem toten Nervengewebe auch Bakterien zurück. Diese Bakterien produzieren ständig - 24 Stunden am Tag - hochgiftige Substanzen wie Methylmercaptan, Propionsäure, Polyamine und Cadaverine / Thioäther (Leichengifte).

Selbst die beste Wurzelbehandlung kann nur einen gewissen Teil dieser giftigen Substanzen aus dem weit verzweigten Kanalsystem entfernen. Da der Zahn mit dem umliegenden Gewebe, der Wurzelhaut und dem Kieferknochen in ständigem aktiven Austausch steht, werden den ganzen Tag und die ganze Nacht  Bakterien und Toxine in den Körper geschwemmt.

Noch gravierender sind die Auswirkungen an den Zähnen, die unbemerkt abgestorben sind, aber nie wurzelbehandelt wurden. Da hier noch das gesamte abgestorbene und infizierte Nervengewebe im Zahn vorliegt, ist hier die Belastung mit Bakterien und den Toxinen, die diese produzieren, meist noch wesentlich gravierender.

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Warum werden abgestorbene Körperteile wie Finger und Zehen sofort amputiert? Weil die Leichengifte der Bakterien das Leben der betroffenen Person massiv gefährden. Tote Zähne, welche die gleichen Gifte in geringer Dosierung abgeben, belässt man im Mund. Die meisten Zahnärzte sind sich der Gefahr, die mit dieser chronischen Belastung einhergeht, nicht bewusst. Man geht davon aus, dass unser Immunsystem die Bakterien und die Leber die Gifte in Schach halten. Das mag ja auch über viele Jahre gutgehen. Doch was ist, wenn man älter wird und  die Vitalfunktionen etwas nachlassen? Was ist, wenn weitere belastende Faktoren hinzukommen? Was ist, wenn die Fähigkeit zur Kompensation erschöpft ist? Der Arzt Dr. Voll hat gemeinsam mit dem Zahnarzt Dr. Kramer die Wechselbeziehungen zwischen Zähnen und Organen erforscht. Für einen Therapeuten, der diese Zusammenhänge kennt, ist es möglich, anhand der Störfelder den Organbezug herzustellen.

Die Gifte aus den toten Zähnen, wie Methylmercaptan und Thioäther, schädigen ebenso wie Schwermetalle (Amalgam) die ATP-Produktion in den Mitochondrien. Dies geschieht durch Blockierung beziehungsweise Einschränkung der Enzymkaskade innerhalb der Mitochondrien. Die Aktivitätsminderung der Enzymsysteme bewegt sich zwischen 50 und 65 Prozent. Für den Herzmuskel bedeutet dies eine erhebliche Leistungsminderung.

Quelle: Sanfte Medizin für Ihr Herz

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