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Newsletter Thema Dezember 2015
Bluthochdruck

In Deutschland leiden etwa 35 Millionen Menschen an der Volkskrankheit Bluthochdruck (medizinisch: Hypertonie). Einen hohen Blutdruck spürt man in der Regel nicht. Im Gegenteil: Man fühlt sich sogar leistungsfähiger, hat mehr Elan und Antrieb. Die Amerikaner nennen den Bluthochdruck einen „Undercover-Killer“. Während der hohe Druck in den Adern sein schädliches Werk verrichtet, spürt der Betroffene meist nichts. Hypertonie, wie die Mediziner sagen, ist laut WHO auf Platz drei der Risikofaktoren, die das Leben verkürzen. Nur Mangelernährung und Rauchen wirken sich noch schlimmer aus.

Was versteht man unter Blutdruck?

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Blutdruck ist der Druck, der bei jedem Herzschlag in den Gefäßen entsteht. Wenn sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Arterien pumpt, führt das zu einem Druckanstieg. Dabei beeinflussen mehrere Faktoren die Höhe des Drucks. Vor allem die Fließfähigkeit des Blutes. Ist es zähflüssig wie Ketchup, muss das Herz natürlich stärker pumpen, damit noch das Blut in die feinsten Kapillaren kommt. Auch wenn die Arterien verengt sind, muss logischerweise der Blutdruck steigen.

Diese beiden Faktoren werden später noch ausführlicher besprochen, wenn es um die naturheilkundlichen Methoden der Blutdrucksenkung geht. Auch die Elastizität der Blutgefäße spielt eine große Rolle. Man kann das im Prinzip mit dem Wasserrohr-System einer Stadt vergleichen. Ohne Druck würde bei den Bewohnern kein Wasser ankommen. Ohne Blutdruck würden Organe, Gewebe und Zellen nicht mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.

Hoher Blutdruck ist in den meisten Fällen eine notwendige Regulation des Körpers, damit essentielle Stoffe in die Zellen kommen. Wenn Ihr Blut zähflüssig wie Honig und Ihre Arterien durch jahrelange Fehl- und Mangelernährung verengt sind, bleibt ihrem Herzen gar nichts anderes mehr übrig als stärker zu pumpen.

Bluthochdruck ist ein Symptom. Er zeigt an, dass etwas mit Ihrer Lebensweise nicht stimmt. Das kann Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel oder Fehlernährung sein. Ursachen der arteriellen Hypertonie sind laut Schulmedizin Störungen des Hormonsystems, des Herz-Kreislauf-Systems, sowie Nierenschäden. Auch Schlafmangel, Übersäuerung, innere Anspannung und ein Mangel an Gelassenheit können die Ursachen eines Hochdrucks sein. Daraus ist ersichtlich, dass Medikamente allein nicht die Lösung sein können.

Wenn Sie den Blutdruck mit Medikamenten wie etwa Beta-Blocker senken, dann beseitigen Sie lediglich einen Warnhinweis des Körpers. Das ist in etwa so, wie wenn Sie einen Warnhinweis in ihrem Auto durch das Herausschrauben der roten Glühbirne beseitigen. Das kann fatale Folgen haben, vor allem wenn Öl fehlt oder die Kühlertemperatur zu hoch ist.

Senken Sie den Blutdruck künstlich mit Medikamenten, bekommen Ihre Zellen mit großer Wahrscheinlichkeit zu wenig Sauerstoff, Nähr- und Vitalstoffe. Zellen degenerieren, Organe sind unterversorgt und neue Symptome und Krankheiten entstehen.

Warum werden dann trotzdem so viele Medikamente gegen Bluthochdruck verschrieben und konsumiert? Weil die sogenannten Sekundärschäden der Hypertonie so gefürchtet sind.

Fast jedes Organ leidet unter hohem Druck

Herz: Das Herz muss ständig Schwerstarbeit leisten. Dadurch verdicken sich die Wände des Hohlmuskels. Das Herz „leiert“ gewissermaßen aus. Herzschwäche, Angina Pectoris und Herzinfarkte drohen.

Nieren: Bluthochdruck ist die häufigste Ursache für Nierenerkrankungen. Die Druckbelastung stört die Filterfunktion der Nierenkörperchen. Es wird dadurch vermehrt Eiweiß ausgeschieden, das an anderen Stellen im Körper fehlt. Die Nieren sind wichtige Entgiftungsorgane. Eine eingeschränkte Funktion ist für uns mit erheblichen Nachteilen verbunden.

Augen: Auch die Augen werden durch Hypertonie geschädigt. Die kleinen Blutgefäße am Augenhintergrund verändern sich. Blutungen und Schäden an der Netzhaut sind die Folgen.

Gefäße: Die Blutgefäße werden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Arterien verlieren ihre Elastizität, werden anfällig für Risse und Ablagerungen (Arteriosklerose). Bluthochdruck gilt als der wichtigste Risikofaktor für Schlaganfall.

Ab wann spricht man von Hypertonie?

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Laut WHO gelten alle Blutdruckwerte, die mehrmals am Tag über 140/90 mmHg liegen, als zu hoch. Der erste Wert entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht (kontrahiert) und das Blut in die Gefäße pumpt. Wir sprechen vom systolischen Druck. Der niedrigere, diastolische Druck entspricht dem minimalen Blutdruck, wenn das Herz wieder erschlafft, um sich gleich darauf erneut mit Blut zu füllen.

Der Blutdruck ist von vielen Faktoren beeinflusst. Er steigt, wenn Sie sich bewegen, aufregen (ich bin auf 180!) oder Stress haben. Auch im Tagesverlauf gibt es Schwankungen. Daher ist es sinnvoll, mehrmals am Tag zu messen. Wenn Sie älter als 50 sind, lohnt es sich, ein eigenes Messgerät zuzulegen. Nicht das billigste kaufen, denn die Messgenauigkeit sollte klinisch validiert sein.

Das Prüfsiegel der Hochdruckliga gibt darüber Auskunft. Mit einem eigenen Gerät ist auch der gar nicht so seltene „Weißkittel-Hochdruck“ vermeidbar. Das sind Menschen, bei denen der Blutdruck steigt, wenn Sie den Arzt nur sehen. Selbstverständlich sollten Sie vor dem Messen auch keinen Kaffee getrunken und sich nicht angestrengt haben. Nur der Ruhe-Blutdruck ist aussagekräftig.

Der Unterschied zwischen Ärzten und Medizinern

Die meisten der klassischen Schulmediziner verschreiben dem Hypertonie-Patienten heute in der Regel ein Medikament, das den Blutdruck senkt. Dr. Rüdiger Dahlke differenziert hier sehr deutlich zwischen Ärzten und Medizinern. Das ist doch das Gleiche – werden Sie nun vermutlich denken. Eben nicht! Ein Mediziner nimmt sich wenig Zeit für Sie. Er verschreibt Ihnen einfach kurz und schmerzlos klassische Arzneimittel wie Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Kalzium-Antagonisten, AT1-Blocker oder Diuretika (Entwässerungsmittel).

Einen „guten“ Arzt erkennen Sie daran, dass er sich Zeit für Sie  nimmt. Er gibt Ihnen Tipps, wie Sie Stress abbauen können. Wenn Sie übergewichtig sind, gibt er Ihnen sinnvolle Hinweise, die Ihnen helfen, Ihr Gewicht zu reduzieren. Er rät Ihnen zu einer Ernährungsumstellung. Ein wahrer Arzt ist sich auch bewusst, dass die Psyche und die Lebensumstände Ihr Herz stark beeinflussen. „Was macht Ihnen Druck?“, wird er Sie möglicherweise fragen. Bevor er Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen verschreibt, rät er Ihnen zu ganz natürlichen Substanzen. Ein Arzt klärt auch ab, ob eine Schilddrüsen-Überfunktion die Ursache Ihres Bluthochdrucks ist oder auch seltene Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom.

Im nächsten Monat erfahren Sie, was sie tun können, um den Blutdruck auf natürliche Weise zu senken.

Quelle: Dr. Stefan Siebrecht: Sanfte Medizin für Ihr Herz / Via Nova Verlag

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