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Newsletter Thema März 2019
Selen: Kleine Menge, großer Effekt!

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Selen ist sein essenzielles Spurenelement, das wir über die Nahrung zu uns nehmen müssen. Unser Körper kann Mineralien nicht selbst herstellen. Selen ist ein wichtiger Bestandteil von Proteinen und Enzymen, die unser Organismus braucht, um zu entgiften. Selen ist ein Antioxidans und kann freie Radikale abfangen. Das Spurenelement kann sogar Schwermetalle an sich binden und Gewebeveränderungen vorbeugen. All diese Funktionen schützen damit perfekt unsere Zellen. Kein Wunder, dass Selenmangel Ursache für viele Beschwerden ist.

Pflanzen sind in der Lage, das im Erdreich vorhandene Selen über ihre Wurzeln aufzunehmen und zu speichern. Der Mensch gelangt schließlich durch den Verzehr dieser Pflanzen an das essenzielle Spurenelement. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Pflanzen auf selenreichem Boden wachsen und gedeihen konnten. Das ist heutzutage leider nur noch selten der Fall, denn in weiten Teilen Mittel- und Nordeuropas sowie in anderen Regionen der Welt sind die Böden mittlerweile erschreckend selenarm.

Verantwortlich für den Selenmangel ist die Übersäuerung der Böden durch sauren Regen sowie die einseitige Düngung mit Stickstoff und nur einer Handvoll Mineralien wie Kalium, Phosphor, Magnesium, Schwefel und Calcium. Darüber hinaus befinden sich im Erdreich -  vor allem in Industrie- und Ballungsgebieten - zunehmend Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium, Aluminium, Blei und Arsen. All diese Belastungen führen dazu, dass die Selenaufnahme der Pflanzen behindert wird. Hinzu kommt, dass Selen eine Bindung mit Schwermetallen eingeht und dabei schwerlösliche Selenkomplexe entstehen. Im menschlichen Körper ist diese Eigenschaft von großem Nutzen, im Boden ist sie dagegen eher von Nachteil, denn die Pflanze kann das Selen in der gebundenen Form nicht mehr verwerten und damit auch nicht an den Menschen weitergeben.

Wenn Menschen selenarmes Gemüse verzehren, dann wundert es nicht, dass immer mehr Teile der Bevölkerung an Selenmangel leiden. Deutschland gehört zu den selenarmen Gebieten der Welt. In Kanada, den USA und Japan liegen die Werte deutlich höher. Durchschnittlich nehmen die Menschen in Deutschland täglich nur 35 µg (Mikrogramm) Selen auf, obwohl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine tägliche Selenaufnahme von 60 bis 75 Mikrogramm empfiehlt.

Wichtig für viele Organe?

Selen ist für die Gesundheit unverzichtbar. Das Spurenelement befindet sich in unterschiedlichen Konzentrationen in allen Organen und Geweben des Körpers – von der Leber über das Gehirn bis zu den roten Blutkörperchen. Mit etwa 40 Prozent ist der größte Anteil an Selen in der Skelettmuskulatur gespeichert.

Bei einem Selenmangel kommt es schließlich zu einer Umverteilung der Selenspeicher. Es wird nun bevorzugt in jene Organe und Gewebe eingebaut, die wichtigen Körperfunktionen dienen. Hierzu zählen zum Beispiel die Hypophyse, die Zirbeldrüse, die Bauchspeicheldrüse und die Nebennieren. Aber auch die Fortpflanzungsorgane und das zentrale Nervensystem brauchen Selen, um reibungslos funktionieren zu können. Das heißt: Das Spurenelement Selen hat im Körper einen wichtigen Stellenwert.

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Bei Selenmangel funktioniert die Schilddrüse nicht richtig

Selen ist neben Jod besonders wichtig für die Funktion der Schilddrüse, denn es spielt eine große Rolle bei der Steuerung der Schilddrüsenhormone. So sorgt Selen einerseits für die Umwandlung des Hormons Thyroxin (T4) in das aktive Hormon Trijodthyronin (T3), andererseits deaktiviert Selen bei Bedarf das aktive T3, indem es das Hormon in das inaktive Dijodthyronin (T2) umwandelt.

Selen schützt dank seiner antioxidativen Wirkung das Schilddrüsengewebe auch vor Entzündungen. Sogar bei der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoditis kann Selen hilfreich sein. Bei dieser Krankheit bildet das Immunsystem Antikörper, die sich gegen das eigene Schilddrüsengewebe richten. Mehrere Studien haben gezeigt, dass sich die Anzahl dieser Antikörper durch eine tägliche Einnahme von 200 µg (Mikrogramm) Selen deutlich reduzieren lassen – allerdings nur bei Erwachsenen und nicht bei Kindern und Jugendlichen. Warum, ist bislang noch nicht geklärt.

Antioxidativer Schutz und Entgiftung

Wie im oberen Abschnitt bereits eingangs erwähnt, zählt Selen zu den Antioxidantien, die den Organismus vor gefährlichen freien Radikalen schützen. Freie Radikale attackieren die Zellwände, gelangen dann ins Zellinnere und zerstören schließlich die ganze Zelle, inklusive der Mitochondrien. Selen ist ein Bestandteil des Enzyms Glutathionperoxidase, ein starkes körpereigenes Antioxidans. Glutathionperoxidase sorgt dafür, dass freie Radikale rechtzeitig abgefangen werden, bevor sie Schaden in der Zelle anrichten können. So verhindert Selen auch die Entartung der Zellen, die letztlich zur Entstehung von Krebs führen können.

Der Umweltmediziner Dr. med. Joachim Mutter schreibt in seinem Buch Lass dich nicht vergiften!: „Selen spielt eine tragende Rolle beim Aufbau des entgiftenden Glutathion und bei der Quecksilberentgiftung, weil es das Gift fest bindet und unschädlich macht. Leider jedoch besteht in Mitteleuropa eine generelle Unterversorgung mit Selen. Daher sind die Referenzwerte, die aus dem Durchschnitt der gemessenen Werte, welche in der Bevölkerung ermittelt werden, zu niedrig angesetzt. Aus diesem Grund können Ihre Selenwerte noch „normal“ ausfallen, obwohl schon eine Unterversorgung besteht.“ Er empfiehlt eine Tagesdosis zwischen 70 und 300 Mikrogramm in Form von Natriumselenit. Bei schweren Erkrankungen, wie einer Sepsis, kurzfristig auch bis zu 1.000 µg (= 1 mg).

Selen in der Prävention und in der begleitenden Therapie

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In zahlreichen Studien konnte die Schutzwirkung von Selen auf unterschiedliche Krebserkrankungen eindeutig belegt werden. Dabei wurde auch festgestellt, dass Krebspatienten bereits im frühen Stadium ihrer Erkrankung einen deutlich niedrigeren Selenspiegel haben als gesunde Personen. Je weiter die Erkrankung fortgeschritten ist, umso mehr sinkt der Selenspiegel im Körper ab. Deshalb kann eine Seleneinnahme als zusätzliche Behandlung während einer Krebstherapie ausgesprochen wirksam sein. Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. schreibt auf Ihrer Website www.biokrebs.de: „Viele Forschungsarbeiten belegen, dass Selen bei Krebserkrankungen einen hohen Stellenwert hat. Große Studien ergaben, dass eine (gegenüber den Einnahmeempfehlungen für Gesunde) leicht erhöhte Selenzufuhr (täglich bis 200 µg) die Zahl der Krebserkrankungen reduziert. Bei Darm-, Lungen- und Prostatakrebs sogar um etwa die Hälfte.

Neben dem Schutz vor Krebs stabilisiert und aktiviert Selen vor allem das Immunsystem, normalisiert die Zellteilung und unterstützt die Entgiftung von Schadstoffen.

Ungewöhnlich wirksam ist Selen als Begleitbehandlung parallel zur Chemo- oder Strahlentherapie. Die Nebenwirkungen können deutlich gelindert werden. Die Leukozyten und Lymphozyten im Blut sinken nicht so stark ab, Entzündungen der Schleimhäute werden vermindert und die von vielen Patienten beklagte Erschöpfung („Fatigue“) tritt seltener auf. Außerdem beugt Selen der Bildung von Lymphödemen vor.“

Einige Ärzte bezeichnen Selen auch als „Anti-Krebsmittel“. So auch der Autor und Arzt Dr. med. Ulrich Strunz in seinem Buch Das neue Anti-Krebs-Programm: „Selen ist eine ganz wichtige Waffe im Kampf gegen Krebs. Längst bekannt! In vielen, vielen wissenschaftlichen Studien bewiesen. Erst beim Tier, dann beim Menschen. Selen schützt zu etwa 50 Prozent vor Krebs. Und wenn man ihn schon hatte, vor dem Zweitkrebs. Allerdings unter einer Bedingung: Die Schutzwirkung beginnt erst bei einem Blutwert von über 135 µg/l. Die meisten Menschen in Deutschland kommen nicht auf diesen Wert. In ihrem Blut finden wir Ärzte regelmäßig 70 - 80 µg/l. Und niemals die für den Krebsschutz geforderten 135 µg/l oder mehr.“ Gerade in der Prävention spielt das Spurenelement eine wichtige Rolle. Unter anderem kann es vor Hautkrebs schützen. Dr. Strunz schreibt weiter: „2009 konnte in einer Studie nachgewiesen werden, dass Hautkrebs im Grunde überflüssig ist. Wenn man Selen nimmt. Hautkrebs (Basaliom) wurde zu 60 Prozent verhindert bei Menschen mit einem Selenspiegel im Blut zwischen 100 und 220 µg/l. Verglichen mit Menschen, die nur 30 - 80 µg/l Selen im Blut hatten. 30 – 80 µg/l bedeuten deutsche Werte.“

Immunsystem und Psyche

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Selen stärkt aber auch das Immunsystem. Und dies in mehrfacher Hinsicht: Das Spurenelement begünstigt die Antikörpersynthese, insbesondere die Immunglobuline G (IgG). Auch die Neubildung der Lymphozyten, eine Anregung der Bildung von Gamma-Interferon und des sogenannten Tumor-Nekrose-Faktors (TNF) konnte nachgewiesen werden. Des Weiteren verbessert Selen die Makrophagenfunktion. Letztere werden auch als Fresszellen bezeichnet.

Auf Wikipedia kann man lesen: „Selen besitzt eine immunmodulierende Wirkung und es gibt Hinweise, dass Selenmangel das Immunsystem beeinträchtigt. Eine zusätzliche tägliche Zufuhr von 100 µg Selen führte im Rahmen einer experimentellen Virusinfektion zu einem Anstieg der Zytokinine und Vermehrung von T-Zellen. Aus Tierversuchen gibt es Hinweise, dass durch Selenmangel die zelluläre Immunantwort geschwächt wird und bestimmte Viren, wohl aufgrund dieser Abwehrschwäche, an Virulenz zunehmen. Dieser Umstand kann mit-ursächlich für Erkrankungen (beispielsweise des Herzens) sein.“

Da das Spurenelement Schwermetalle wie Aluminium oder Blei bindet und dabei schwerlösliche Selenkomplexe entstehen, können die Schwermetalle dem Körper nicht mehr schaden. Auch hierdurch verbessert sich die Funktion des Immunsystems. Das Spurenelement Selen wirkt zusätzlich stimmungsaufhellend. Menschen mit einem niedrigen Selenspiegel sind häufig ängstlich, zweifeln an sich selbst und neigen zu Depressionen. Sie fühlen sich überfordert, haben Konzentrationsschwierigkeiten und sind schnell müde. Eine gezielte regelmäßige Selengabe kann das Wohlbefinden der Betroffenen positiv verändern, was in mehreren Studien eindeutig belegt werden konnte. Die Erklärung für die positive Wirkung von Selen auf die Psyche findet auf mehreren Ebenen statt. Einerseits macht sich seine antioxidative und Schwermetalle bindende Eigenschaft auch im zentralen Nervensystem bemerkbar. Andererseits ist Selen ein wichtiger Baustein für Gehirnbotenstoffe wie etwa das Glückshormon Serotonin. Auch der Zusammenhang von Schilddrüsenfunktion und Psyche ist bekannt.

Auf der Seite www.seelischebalance.de kann man lesen: „Selen ist ein wichtiges Spurenelement im Hirnstoffwechsel, was man u.a. daran erkennen kann, dass die Selenkonzentration im ZNS auch dann aufrechterhalten wird, wenn es bereits zu einem Selenmangel in den peripheren Organen gekommen ist. Ein niedriger Selenstatus hat einen negativen Effekt auf die Psyche und kann mit einem vermehrten Auftreten von Depressionen und anderen psychischen Symptomen einhergehen. Es konnte auch nachgewiesen werden, dass eine Selensupplementierung einen positiven Effekt auf Psyche und Wohlbefinden hat, vor allem bei einem niedrigen Selenstatus.“

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Selen und Herzgesundheit

Selen ist gleichzeitig auch gut fürs Herz. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung schreibt auf ihrer Webseite: „Selen weist als Antioxidanz möglicherweise Schutzwirkungen gegen kardiovaskuläre Krankheiten auf. Eindeutige Mangelerscheinungen, die auf eine unzureichende Selenzufuhr zurückzuführen sind, wurden bei der Keshan-Krankheit, einer Kardiomyopathie (Erkrankungen der Herzmuskulatur), beschrieben, die bei einer Selenzufuhr von 10 µg/Tag auftritt. Ein Selenmangel bei Ratten führte zu einer Verringerung der GPx-Aktivität und zu einem Anstieg der Lipidperoxidkonzentration (Oxidation der Fette) im Blut. Folge ist eine vermehrte oxidative Schädigung der Zellen und Gewebe.“

Hier haben wir einen ganz wichtigen Zusammenhang, der in der Schulmedizin leider viel zu wenig beachtet wird. Die Fette im Blut, insbesondere das  LDL-Cholesterin, müssen vor Oxidation geschützt werden. Die selenabhängige Glutathionperoxidase kann diese Aufgabe hervorragend erfüllen. Eine Studie an 11.000 Finnen, die über sieben Jahre untersucht wurden, verdeutlicht dies. Ein niedriger Selengehalt im Blut, hängt mit dem gehäuften Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen. Das abgelagerte Blutfett an den Arterienwänden stand in direkter Korrelation zur Höhe des Selenspiegels. Blut-Serumwerte unter 45 µg/l waren mit einem dreimal höheren Herzinfarktrisiko verbunden im Vergleich zu hohen Selenblutwerten. Die zusätzliche Gabe von 150 µg Selen konnte das Herzinfarktrisiko deutlich senken. Das lässt sich einfach erklären: Infolge einer vermehrten Ansammlung von Lipidperoxiden kommt es zu einer Schädigung der Blutgefäße und einer vermehrten Thrombozytenaggregation. Dadurch auch zu einer Blutdruckerhöhung. Als Thrombozytenaggregation bezeichnet man - grob vereinfacht - den Vorgang der Blutgerinnung. (Aggregation = Zusammenlagerung). Verklebte rote Blutplättchen können Schlaganfall, Herzinfarkt oder Lungenembolie zur Folge haben. Man sieht hier, wie der Mangel eines einzigen Spurenelementes eine ganze Kaskade von negativen Effekten haben kann. Oder anders ausgedrückt: Eine gute Versorgung mit Selen kann vor vielen Symptomen und Erkrankungen schützen.

Symptome, Diagnose, Labor und Dosierung

Bleibt die Frage, wie sich Selenmangel erkennen lässt. Die Symptome sind in der Bevölkerung nicht unbedingt bekannt. Kaum jemand denkt daran, wenn er häufig erkältet ist, dass nicht nur Vitamin-, sondern auch Selen- oder Zinkmangel die Ursache sein könnte.

Die häufigsten Anzeichen, dass der Körper mit Selen unterversorgt ist:

1. Infektanfälligkeit

2. Nagelveränderungen, wie weiße Flecken

3. Haarausfall und trockene Haut

4. Muskelschwäche

5. Unfruchtbarkeit beim Mann

Wenn Sie wissen möchten, wie es um Ihren Selenspiegel steht, sollten Sie Ihre Selenblutwerte beim Arzt überprüfen lassen. Der Selenspiegel wird idealerweise im Vollblut bestimmt und nicht im Serum. Die Kosten liegen etwa bei 25 Euro. Leider sind wie so oft die Normwerte häufig viel zu niedrig angesetzt. Experten empfehlen Werte zwischen 120 und 160 µg/l (Mikrogramm pro Liter Blut). Menschen, die in Regionen mit selenreichen Böden leben, wie zum Beispiel Kanada, weisen oft Selenspiegel von mehr als 200 µg/l auf. Viele Mitteleuropäer bringen es dagegen oft nur auf 80 µg/ pro Liter Blut.

Wer unter Selenmangel leidet, sollte natürlich möglichst viele selenreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen. Zu den besten pflanzlichen Selenquellen zählen Paranüsse, Kokosnüsse, Kokosflocken, Meeresalgen und Sesam. Aber auch Hülsenfrüchte, Knoblauch, Steinpilze, Sonnenblumenkerne, Hirse und Vollkornprodukte sind relativ gute Selenlieferanten. Aus tierischer Herkunft gelten Rind-, Kalb- und Hühnerfleisch, Eigelb, Austern und Meeresfrüchte als selenreich. Vegetarier und Veganer leiden daher häufiger unter einem Selenmangel.

Bei starkem Selenmangel mit entsprechenden gesundheitlichen Folgen ist der Bedarf allerdings nicht allein über den Verzehr selenhaltiger Lebensmittel abzudecken. Hier sollte man Selen auch in Form von Nahrungsergänzung einnehmen. Experten empfehlen meist Natriumselenit aus folgenden Gründen: Bei Selenhefe, Selenmethionin und anderen organischen Selenverbindungen ist bei größeren Mengen und bei einem hohen Selenstatus Vorsicht geboten. Denn diese Verbindungen werden zum Teil unspezifisch in körpereigene Eiweißstoffe eingebaut. Das kann auf Dauer zu einer schädlichen Anreicherung führen. Organisches Selen kann bei dauerhaften Dosierungen über 700 Mikrogramm pro Tag toxisch wirken – etwa auf die Leber.

Anorganisches Selen, zum Beispiel Natriumselenit, scheidet der Körper dagegen bei einer Überversorgung mit dem Urin wieder aus. Das verhindert eine unerwünschte Anreicherung.

Wichtig: Auch wenn das Spurenelement lebensnotwendig ist – eine Überdosierung kann nachteilig wirken.  Laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit sollte man nicht mehr als 300 µg (Mikrogramm) Selen pro Tag zu sich nehmen. In Nahrungsergänzungen sind bei Monopräparaten meist 200 µg pro Kapsel enthalten. Diese Dosierung gilt über einen längeren Zeitraum als sicher.

Fazit: Beim Thema Selen ist also Eigeninitiative gefragt. Denn bis in Deutschland die Pflanzen wieder mehr Selen enthalten, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Anders in Finnland: Dort reichern die Bauern bereits seit Mitte der 1980er-Jahre den Dünger mit Natriumselenat an und die Versorgung der Bevölkerung mit Selen hat sich dadurch - laut Untersuchungen - deutlich verbessert. Wenn bestimmte Symptome auf einen Selenmangel hinweisen, macht es Sinn über einen begrenzten Zeitraum täglich eine Kapsel Selen zu nehmen. Wenn die Speicher im Körper aufgefüllt sind, reichen häufig zwei bis drei Gaben pro Woche, da wir einen kleinen Teil ja über die Nahrung aufnehmen.

Den Artikel als Gratis PDF Download gibts hier.