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Newsletter Thema Januar 2016
Newsletter Thema Januar 2016

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Den Bluthochdruck auf
natürliche Weise senken – Teil 2

Die Hauptgründe für Bluthochdruck sind Stress, Übergewicht, Übersäuerung, Bewegungsmangel und ein Mangel an Vitalstoffen (vor allem Vitamin D3, Folsäure, L-Arginin und Magnesium). Wenn Sie auf mehreren Ebenen therapieren, bestehen die größten Chancen, die mit Nebenwirkungen behafteten Medikamente des Arztes nach Absprache mit ihm langsam auszuschleichen.

Bewegungsmangel geht aufs Herz

Warum haben wir wohl einen Bewegungsapparat? Bestimmt nicht dafür, dass wir den ganzen Tag lang sitzen oder liegen. Egal ob Sie unter Bluthochdruck, Arteriosklerose oder Herzschwäche leiden – alles bessert sich, wenn Sie sich mehr bewegen. Vor allem der Herzmuskel muss ständig in seiner Leistungsfähigkeit gefordert werden, damit er kraftvoll bleibt. Wer rastet – der rostet! Dabei müssen Sie nicht mal joggen oder Tennis spielen. Mit Treppensteigen, Wandern oder Radeln ist auch schon viel gewonnen

Wer täglich 30 Minuten trainiert, schafft beste Voraussetzungen für einen geregelten Blutdruck, gute Laborwerte und ein starkes Herz. Nur wenn Sie einen akuten Infekt haben, sollten Sie sich schonen. Bakterien, vor allem eine Streptokokken-Infektion, können den Herzmuskel entzünden und die Herzklappen nachhaltig schädigen. Bei einer akuten Grippe immer daran denken: Sport ist in diesem Fall contra-indiziert. 

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Mit Folsäure beugen Sie Bluthochdruck vor

Eine Studie der angesehenen Harvard-Universität in Boston/USA hat gezeigt, dass Sie sich mit Nahrungsergänzungsmitteln, die das B-Vitamin Folsäure enthalten, wirkungsvoll vor Bluthochdruck schützen können.

Die neuen Daten stammen aus der so genannten „Nurses Health Study“, bei der mehr als 100.000 Krankenschwestern regelmäßig auf ihren Gesundheitszustand untersucht werden. Sie wurde im Januar 2005 in der Zeitschrift der amerikanischen JAMA vorgestellt.

Von über 93.000 Frauen, die zu Beginn der Studie einen normalen Blutdruck hatten, entwickelten innerhalb von acht Jahren mehr als 7.300 einen Bluthochdruck. Das Risiko war jedoch bei denen, die täglich mehr als 1 mg Folsäure aufnahmen, um 46 Prozent geringer als bei denen mit einer Zufuhr unter 0,2 mg.

In Deutschland liegt die durchschnittliche Folsäurezufuhr mit der Nahrung nur bei etwa 0,3 mg. Für einen optimalen Schutz vor Bluthochdruck reicht das nicht aus. Folsäure finden Sie in nennenswerten Mengen in dunkelgrünen Blattgemüsen und Salaten. Das lateinische Wort folium bedeutet Blatt.

Magnesium – das Mineral der Entspannung

Ein Magnesiummangel kann zu Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen führen. Auch für die Prävention und begleitende Therapie von Angina Pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall ist Magnesium geeignet. Grund genug, um sich mit diesem wichtigen Mineralstoff zu beschäftigen.

Ein Magnesiummangel ist in unseren Regionen sehr häufig. Stress, Alkoholkonsum und Ausdauersport führt zu einem erhöhten Verbrauch. Schlechte Ernährung und Resorptionsstörungen können das Problem noch verschärfen.

Die empfohlene tägliche Magnesiumzufuhr liegt bei rund 300 bis 400 mg. Sie sollten diese Menge jedoch nicht auf einmal aufnehmen. Mehr als 300 mg eingenommen, kann zu einem leichten Durchfall führen. Eine Gabe von Magnesium am Abend kann den Schlaf fördern. Zusätzlich hilft Magnesium den Blutdruck zu senken. Außerdem wirkt es entsäuernd.

Sehr bewährt hat sich auch die Transdermale Aufnahme, denn unser Körper kann Magnesium sehr gut über die Haut aufnehmen. Besonders in Form von Magnesiumchlorid. Das ist jene Verbindung, die im Meerwasser enthalten ist. Das Besprühen der Haut und Fußbäder mit dem sogenannten Magnesiumöl haben sich bestens bewährt. Dabei entsprechen rund 100 ml Magnesiumchlorid in einem Liter Wasser als Fußbad einer idealen Dosierung. Wegen des Osmose-Effektes sollte das Wasser nicht viel wärmer sein als die Körpertemperatur. Am besten Sie machen das abends für circa 30 Minuten. Die Praxis zeigt, dass nach ungefähr einem Monat mit täglichen Magnesium-Chlorid-Fußbädern ein Magnesiummangel beseitigt werden kann. Zur Erhaltungsdosis genügt dann ein Fußbad pro Woche. Bei hohem Blutdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche macht die zusätzliche orale Einnahme Sinn.

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L-Arginin – senkt den Blutdruck ohne Nebenwirkungen

Die natürliche Aminosäure L-Arginin enthält viel Stickstoff und kann mit Sauerstoff zu Stickstoffmonoxid (NO) reagieren. Zur Pathologie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehört unter anderem eine Störung der Endothelfunktion, die zum Teil auf eine beeinträchtigte Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) in den vaskulären Endothelzellen zurückzuführen ist. Durch NO entspannen sich sowohl der Herzmuskel als auch die glatte Muskulatur. Dies wiederum führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Der Blutdruck kann so auf natürliche Weise sinken. Insgesamt werden durch L-Arginin die Durchblutung verbessert und die Sauerstoff-Versorgung optimiert. Erhöhte Homocysteinwerte können, laut einer neueren Forschung, eine hinreichende NO-Produktion verhindern und somit Bluthochdruck und Arteriosklerose fördern.

Die Aminosäure Arginin ist in Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukten, Getreide und Nüssen enthalten. Bei Bluthochdruck kann man L-Arginin als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Risiken und Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Eine Meta-Analyse von 11 randomisierten, doppelblinden und placebo-kontrollierten Untersuchungen von 387 Patienten zeigte einen hochsignifikanten Effekt bei der Senkung des Blutdrucks. Gegenüber der Behandlung mit einem Schein-Medikament (Placebo) senkte die Gabe von L-Arginin den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 5,39 mm Hg. Der diastolische Wert sank im Median um 2,66 mm Hg.

Der Arzt Dr. med. Michael Spitzbart schrieb im Oktober 2014 in seinem monatlichen Gesundheitsbrief:

Die Aminosäure Arginin senkt den Blutdruck ebenso effektiv wie Betablocker. Für diese Erkenntnis gab es sogar den Nobelpreis. Leider kann man Arginin genau so wenig wie B-Vitamine patentieren. Was also verschreibt der Hausarzt auf Anraten seines Pharmareferenten seinen Patienten?“ ...

Im American Journal of Clinical Nutrition wurde eine umfangreiche Studie bzw. Meta-Analyse über den Effekt einer Arginin-Gabe auf die gestörte Arterienfunktion publiziert.

Im Vorfeld wurden bereits 1.466 Untersuchungen mit der Aminosäure analysiert. Insbesondere kontrollierte klinische Untersuchungen wurden in die engere Auswertung einbezogen. Die Ergebnisse der Forscher waren eindeutig, denn schon nach einer drei- bis sechsmonatigen Arginin-Einnahme verbesserte sich bei den Probanden eine vorliegende Gefäßstörung durch Ablagerungen. Dabei konnten die Wissenschaftler bestätigen, dass bereits geringe Mengen an Arginin ausreichend waren, um einen Effekt auszuüben.

Erneut wurde mit dieser Analyse gezeigt, dass die Aminosäure ein wesentlicher Bestandteil bei der Behandlung von Herzkreislauf-Patienten mit Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen oder Arteriosklerose ist.

Aufgrund der beeindruckenden Therapieerfolge und der guten Verträglichkeit wird die Behandlung von Bluthochdruck mit L-Arginin auch immer mehr von Ärzten und Heilpraktikern empfohlen. Unterschiedliche Studien konnten zeigen, dass bei Patienten mit Arteriosklerose oder Bluthochdruck oftmals ein L-Arginin-Mangel vorlag.

Nebenbei bemerkt hat L-Arginin auch wie fast alle Aminosäuren (AS) einen positiven Einfluss auf unser Hormonsystem. Zusammen mit dem Eiweißbaustein L-Ornithin wird die Produktion von Wachstumshormonen angekurbelt. Beim Erwachsenen fördern die Wachstumshormone die Regeneration, den Fettabbau sowie den Muskelaufbau. Deshalb verwenden Bodybuilder gerne L-Arginin. Auch als natürliches Potenzmittel ist der Eiweißbaustein bekannt. Die verbesserte Durchblutung wirkt sich auch auf die Erektionsfähigkeit aus.

L-Arginin hat wie alle Vitalstoffe Vorteile, die über die Herzgesundheit hinausgehen. So wird unter anderem die Insulinausschüttung durch Arginin gesteigert, was den Diabetikern sehr zugutekommt.

L-Arginin wird zu den halb- oder bedingt essentiellen Aminosäuren gezählt, weil die körpereigene Synthese den Bedarf nicht immer decken kann. Als Nahrungsergänzung wird eine tägliche Dosierung von ein bis zwei Gramm pro Tag empfohlen. Einen Teil nehmen wir ja noch über die Ernährung auf. Da durch L-Arginin die NO-Synthese im Körper gesteigert wird, ist die gleichzeitige Einnahme von Antioxidantien ratsam. So wird der Peroxinitrit-Bildung (nitrosativer Stress) vorgebeugt.

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Vitamin D3 kann laut Studien effektiv den Blutdruck senken

In südlichen Ländern leiden die Menschen signifikant weniger an Bluthochdruck. Auch Herzinfarkte und Schlaganfälle sind seltener. Das mag zum Teil an deren Laissez-faire-Einstellung und an der mediterranen Kost liegen. Der Hauptgrund ist jedoch mit Sicherheit die bessere Vitamin-D-Versorgung. Die Epidemiologie spricht eine klare Sprache: Je weiter die Menschen vom Äquator entfernt leben, desto mehr leiden sie an Bluthochdruck.

An der Charité (Universität Berlin) wurde der positive Einfluss von Vitamin D auf die Senkung des Blutdrucks ebenfalls bestätigt. Der Vitamin-D-Forscher Michael Holick führte die Studie mit einer Ärztegruppe durch. Dabei hatte man Probanden dreimal pro Woche auf eine Sonnenbank mit UV-B-Strahlung gelegt. In dieser Zeit stieg der Vitamin-D-Spiegel im Blut um 162 Prozent an. Gleichzeitig sank der systolische und der diastolische Blutdruck um jeweils 6 mmHg. Das ist nebenbei bemerkt eine Größenordnung, die üblicherweise durch Medikamente erreicht wird. Die Studie war so konzipiert, dass eine Kontrollgruppe auf einer optisch völlig identischen Sonnenbank lag, die allerdings nur UV-A-Licht abstrahlte. In dieser Gruppe stieg aber weder der Vitamin-D-Spiegel, noch sank der Blutdruck.

Prof. Worm führt in seinem Standardwerk über die Heilkraft von Vitamin D noch viele weitere Studien an, die die Bedeutung des Sonnenvitamins unter Beweis stellen. Darunter eine mit 13.000 Teilnehmern aus den USA. Auch hier das gleiche Resultat: Je höher der Vitamin-D-Spiegel, desto niedriger der Blutdruck.

Nehmen wir an, Sie sitzen den ganzen Tag im Büro. Von Nahrungsergänzungsmitteln halten Sie auch nicht viel. Ihr Vitamin-D-Spiegel liegt dann mit großer Wahrscheinlichkeit in einem Bereich von 15µg/ml oder weniger. Ihr gesundheitsbewusster Nachbar ist im Sommer viel draußen und im Winter nimmt er täglich D3-Tropfen ein. Er hat dann sicherlich Werte über 30 µg/ml oder mehr. Die methodisch besten Langzeitstudien zeigen klar: Ihr Risiko einen Bluthochdruck zu entwickeln, steigt gegenüber Ihrem Nachbarn um 600 Prozent.

Es macht also durchaus Sinn, das ganze Jahr über auf eine gute D3-Versorgung zu achten. Im Sommer kostet Sie das nur die Zeit von 10 bis 20 Minuten unbekleidet in der Sonne zu baden. Im Winter empfiehlt sich die Einnahme von Tropfen, da D3 kaum in Lebensmitteln vorhanden ist. Vor der Einnahme ist eine Blutuntersuchung auf den 25 OH-Wert empfehlenswert. So wissen sie, wie ausgeprägt der Mangel bei Ihnen ist. Der Test kostet 30 - 40,- Euro.

Wir sehen also: Es gibt viele Möglichkeiten den Blutdruck auf natürliche Weise zu senken. Da fast jeder Bluthochdruckpatient ein Messgerät zuhause hat, können die Betroffenen das auch ganz einfach messen.

Quelle: Sanfte Medizin für Ihr Herz - Dr. Stefan Siebrecht

Den Artikel als Gratis PDF Download gibts hier