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Newsletter Thema September 2015
Newsletter Thema September 2015

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Alzheimer? Nein Danke! – Teil 1

Alzheimer - Demenz ist seit vielen Jahren in unserer Gesellschaft ein großes Thema. Weltweit gibt es jährlich mehr als vier Millionen Neuerkrankungen. Durch Zeitschriften, Bücher, Filme und unser Umfeld werden wir fast täglich mit der Krankheit des Vergessens konfrontiert. Die Alzheimer-Geschichte "Honig im Kopf" mit Til Schweiger und Dieter Hallervorden in den Hauptrollen war 2015 der "besucherstärkste Film des Jahres". Mehr als 7 Millionen Menschen sahen diesen Kinofilm.

Man hat fast den Eindruck, dass es in einigen Jahren zwei Arten von Menschen gibt: Solche, die Alzheimer haben, und solche, die jemanden pflegen, der Alzheimer hat. Der Freiburger Arzt Dr. med.Nehls ist nach der Auswertung von über 7.000 wissenschaftlichen Studien sicher: Alzheimer ist eine vermeidbare Krankheit! Nicht das Schicksal entscheidet, ob wir davon betroffen werden, sondern unsere Lebensweise.

Zugegeben der Titel „Die Alzheimer Lüge“ klingt ziemlich reißerisch. Das darf sie jedoch keinesfalls davon abhalten, dieses spannende, fundierte und dennoch verständliche Sachbuch zu lesen. Was steckt hinter dem Begriff "Alzheimer-Lüge"? Der Tenor der meisten bisherigen Veröffentlichungen über die Krankheit klingt in etwa so:

  • Je älter wir werden, desto größer die Wahrscheinlichkeit,
    dass wir dement werden.
  • Die genauen Ursachen kennt man nicht.
  • Wir müssen nur lange genug experimentieren und viele Milliarden in diese Forschungen investieren, um eine Pille gegen das Vergessen auf den Markt zu bringen.

 

Akribisch und mit unzähligen wissenschaftlichen Studien enttarnt Dr. Nehls diese Theorien als Lüge. Für ihn und für viele seiner Forscherkollegen ist klar: Alzheimer ist eine Mangelerkrankung! Genauer gesagt ein Mangel an: Bewegung, Schlaf, guter Ernährung, Lebenssinn, sozialen Kontakten und stressfreier Zeit. Wir wissen heute, dass diese Faktoren zum Teil auch andere Krankheiten in ihrer Entstehung begünstigen. Dazu gehören: Diabetes, Adipositas, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen und viele weitere mehr.

Dieses wichtige Sachbuch ist daher Anleitung, um fit, gesund und geistig rege bis ins hohe Alter zu bleiben. Es ist auch nicht verwunderlich, dass dieses epochale Werk in wenigen Monaten die "Spiegel-Bestsellerliste" erklommen hat.  Unserer Meinung nach hat Dr. Michael Nehls den Medizinernobelpreis verdient. Auch wenn seine Erkenntnisse eine reine Literaturarbeit darstellen, kann der Menschheit mit diesem Wissen unendlich viel Leid erspart werden.

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Mediziner prognostizieren daher eine weltweite Katastrophe, eine Alzheimer-Pandemie mit geradezu apokalyptischen Ausmaßen. Die landläufige Meinung ist daher nicht, ob wir Alzheimer bekommen, sondern lediglich wann!

Viele Millionen werden jährlich in die Erforschung von Medikamenten gesteckt. Für die Prävention und für die Aufklärung der wahren Ursachen hinter dieser Erkrankung ist kein Geld da. Dabei sind die Faktoren, die unser Gehirn degenerieren lassen, seit vielen Jahren durch gute, weltweit durchgeführte Studien längst bekannt.

Nur erfährt kaum einer was davon - außer er liest das Buch von Dr. Nehls. Studien, die eindeutig belegen, dass Bewegungsmangel unserem Gehirn schadet, regelmäßige Aktivität hingegen neue Gehirnzellen wachsen lässt. Forschungen, die zeigen, dass schlechte Fette (Transfette) Hirnzellen blockieren, gute Omega-3-Fette und Antioxidantien im Gegensatz dazu die Nervenzellen schützen. Auch die negativen Auswirkungen von Disstress auf unsere mentale Leistungsfähigkeit sind bestens erforscht. Umweltmediziner wissen auch, dass Gifte wie Aluminium und Quecksilber (Amalgamfüllungen) sowie Mobilfunkstrahlung unseren Nervenzellen (dazu gehören auch die Gehirnzellen) Schaden zufügen. Auch Rauchen, Alkohol (mehr als 1-2 Gläser Wein pro Tag), Entzündungen, freie Radikale und ein Mangel an Vitalstoffen fördern die Degeneration unseres Gehirnes.

Zur Zeit leben in Deutschland rund 1,2 Millionen Menschen, die an Demenzerkrankungen leiden. Bis zum Jahr 2050 rechnet man mit einer Verdopplung. Im ersten Teil des Buches erklärt der Autor, warum die gefürchtete Erkrankung weder alters-, noch schicksals-, noch genetisch bedingt ist. Der Leser erfährt Wissenswertes über Neurone, Synapsen, Dentriden und über die verschiedenen Hirnareale. Besonders der Teil, der "Hippocampus" genannt wird. Hier werden Erinnerungen gesammelt und gespeichert. Die Art wie wir leben entscheidet darüber, ob unser Hirngewebe, ausgehend von dieser Region, vom Schwund betroffen ist, oder ob wir bis ins hohe Alter mental topfit sind. Sicherlich haben Sie schon von den ß-Amyloid-Plaques gehört oder gelesen. Amyloid heißt griechisch "kleisterähnlich". Diese Peptide (Eiweißverbindungen) verhindern die Signalübertragungen an den Synapsen und zerstören auf Dauer die Nervenzellen.

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Genau genommen gibt es jedoch zwei Arten von ß-Amyloid: Monomeres und Oligomeres. Ersteres schützt die Synapsen, letzteres zerstört Nervenzellen und die oligomere Form wird daher auch als "Alzheimer-Toxin" bezeichnet. Durch einen chronischen Mangel an Schlaf und Bewegung wird auf Dauer zu viel oligomeres ß-Amyloid gebildet bzw. zu wenig abgebaut.

Im Buch wird des Öfteren der Begriff Neurodegeneration verwendet. Damit ist der Abbau von Nervenzellen insbesondere in der Hippocampusregion gemeint. Im Gegensatz dazu steht die Neurogenese - die Neubildung von Nerven- und somit auch von Gehirnzellen. Auch in hohem Alter kann unser Gehirn noch lernen und neue Zellen bilden. Das beste Beispiel ist Jeanne Calment. Sie war nachgewiesenermaßen der älteste Mensch im Europa der Neuzeit. "Calment wurde 1875 im südfranzösischen Arles geboren, ein Jahr, bevor Alexander G. Bell das Telefon erfand. Als sie 1997 verstarb, war sie 122 Jahre alt. Sie überlebte alle ihre Verwandten, auch ihre Tochter und ihren Onkel. Sie verlor jedoch nie ihren Lebensmut. Madame Calmet pflegte viele Hobbies wie Tennis, Schwimmen, Rollschuhlaufen und Klavierspielen. Mit 85 Jahren begann sie mit dem Fechten und selbst mit 100 fuhr sie noch Rad. Erst im Alter von 110 Jahren zog sie in ein Altersheim, das heute ihren Namen trägt. Sie rauchte allerdings fast ihr ganzes Leben und gab diese Gewohnheit erst mit 119 endgültig auf - aus Eitelkeit und nicht aus medizinischer Notwendigkeit!

Wenn man bedenkt, dass statistisch betrachtet jede Zigarette 30 Minuten Lebenszeit kostet, hätte Calment womöglich noch ein bis zwei Jahrzehnte älter werden können. Sie ernährte sich gerne mediterran (nach eigener Aussage mit viel Oliven, Knoblauch, Gemüse und Portwein), tat aber ansonsten „nie etwas Außergewöhnliches, um gesund zu bleiben."

Dem Alzheimer davon laufen

Madame Calmet war stets aktiv. Wer rastet der rostet und zerstört obendrein noch sein Gehirn. Körperliche Bewegung in jeder Form aktiviert die Neurogenese und verbessert die Lernfähigkeit. Das gilt für Kinder ebenso wie für Senioren. Immer mehr Studien belegen, dass körperlich aktive intelligenter sind. Wer im Alter von 15 bis 25 Jahren körperlich aktiv war, profitiert davon noch bis zu sechs Jahrzehnte später.

Genau genommen beginnt die Alzheimer-Prävention schon in der Schule. Wenn Sie bis dato ein "Couchpotatoe" waren, müssen sie jetzt nicht panisch werden. Auch wenn Sie über 50, 60 oder 70 sind,  lässt Bewegung ihren Hippocampus wachsen. Dabei ist jegliche Form der Aktivität recht. Am wirkungsvollsten ist das Tanzen. Regelmäßiges Laufen halbiert das Risiko an Alzheimer zu erkranken. Tanzen viertelt es. Aktiv zu bleiben ist ein Lebenselixier, auf das unser Gehirn bis ins höchste Alter nicht verzichten kann.

Für Depressionen, die nachweislich das Alzheimer-Risiko erhöhen, gibt es etliche Ursachen. Eine davon ist offensichtlich Bewegungsmangel, denn Sport in Maßen ist ein probates Mittel gegen depressive Tiefs. Durch körperliche Aktivität nimmt die Stressresistenz zu, das hirnschädigende Stresshormon Cortisol wird abgebaut und das stimmungsaufhellende Serotonin wird vermehrt ausgeschüttet. Die Bewegungstherapie ist bei Depressionen ebenso wirkungsvoll, wie eine kombinierte Behandlung aus Psychopharmaka und Psychotherapie. Selbstverständlich soll der Sport nicht in Stress ausarten, denn wir kennen auch Leistungssportler mit Burnout.

Robert N. Butler, ehemaliger Präsident der Internationalen Gesellschaft für Langlebigkeit, fasste seine gesammelten Erkenntnisse über die Aktivität wie folgt zusammen: „Könnte man körperliche Bewegung in eine Pille packen, wäre sie die Nummer eins der Anti-Aging-Medizin und das Nummer-eins-Antidepressivum."

Dr. med. Michael Nehls erwähnt in seinem Buch noch viele weitere Maßnahmen, um Alzheimer vorzubeugen. Dazu gehören:

  • Stressabbau
  • Meditation
  • Tanzen
  • Kontakte pflegen
  • Lebenslang lernen
  • Den Homocysteinspiegel senken
  • Ausreichender Schlaf: Melatonin wirkt neuroprotektiv, schützt also Nervenzellen. Schlafmangel fördert im Gehirn unterschwellige Entzündungen.

 

Eine enorm wichtige Rolle für die Prävention von Alzheimer-Demenz spielt auch unsere Ernährung. Insbesondere bei den Fetten gilt es auf beste Qualität und auf die richtigen Fettsäuren zu achten. In unserem nächsten Newsletter erfahren Sie mehr darüber. 

Den Artikel als Gratis PDF Download gibts hier