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Newsletter Thema Newsletter Thema April 2015
Newsletter Thema April 2015

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Vitamin A  für Haut, Sehkraft und Immunsystem

Wer möchte nicht bis ins hohe Alter über eine gute Sehkraft verfügen? Oder über eine schöne Haut und gesunde Schleimhäute, die Krankheitserreger effektiv abwehrt? Für all diese Funktionen ist Vitamin A notwendig.

Es gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Beim Vitamin A handelt es sich nicht um ein einzelnes Vitamin, sondern um eine ganze Stoffgruppe. Am bekanntesten ist das Retinol. Vitamin A kommt nur in tierischen Lebensmitteln wie Leber, Fleisch, Fisch, Eier, Butter und Käse vor. Unser Körper kann jedoch aus den Vorstufen (Provitamine) wie zum Beispiel aus Beta-Carotinen, das in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten ist, Vitamin A selbst herstellen.

Für gesunde Haut und intakte Schleimhäute

Bestimmte Retinoide, wie diese Stoffgruppe auch genannt wird, tun ihren Dienst in der obersten Hautschicht, in der Epidermis. Dort sitzen diejenigen Zellen, die die Hornschicht produzieren. Die Retinoide sorgen dafür, dass sich nicht zu viel Hornsubstanz bildet. Außerdem können die Verwandten des Vitamin A Entzündungen in der Haut lindern. Das ist insbesondere bei Schuppenflechte und Neurodermitis wichtig. Vitamin A ist ebenso wie Vitamin E und Coenzym Q 10 in vielen Kosmetik- und Anti-Aging-Produkten enthalten. Vitamin A und Beta-Carotin helfen auch bei Akne, weil sie die Talgproduktion vermindern. Sind die Talgdrüsen verstopft und haben sich entzündet, kann die Vitamin-A-Gruppe die Infektion eindämmen.

Retinol ist notwendig für das gesunde Wachstum der Epithelien (Oberflächenzellen). Sie sind eine Art  Schutzwall gegen äußere und innere Einflüsse. Man findet sie an der Hautoberfläche, auf den Schleimhäuten und als Auskleidung von Organen wie Niere, Harnblase, Bronchien etc. Intakte Schleimhäute sind eine schützende Barriere zwischen Körper und Außenwelt.

Immunsystem

Hier wirkt Vitamin A gleich mehrfach. Es erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen durch die Intaktheit von Haut und Schleimhäuten. Bakterien, Viren und Parasiten haben kaum eine Chance einzudringen, wenn die Barrieren intakt sind. Beta-Carotin und Vitamin A fördern auch die Produktion von Antikörpern. Des weiteren erhöhen sie die Zahl und Wirksamkeit der weißen Blutkörperchen gegen Infektionen. Schon ein leichtes Vitamin A Defizit erhöht das Risiko für eine Infektion um das Zwei- bis Dreifache.

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Gutes Sehen

Vitamin A wird in unserem  Organismus für die vielfältigsten Stoffwechselprozesse benötigt. Besonders bedeutsam ist es für den Sehvorgang. Retinol hat vor allem  Auswirkungen auf das Nachtsehen. Vitamin A ist Bestandteil der Retina (daher der Name) und für die Hell-Dunkel-Adaption notwendig.  Wenn Sie das Gefühl haben, dass sie nachts schlechter sehen als in jungen Jahren, könnte dies auf eine mangelhafte Vitamin-A-Versorgung hinweisen. In industrialisierten Ländern ist eine starke Unterversorgung mit Vitamin A jedoch relativ selten. Hierzulande kann es sein, dass man durch ein Vitamindefizit schlechter sieht, aber es erblindet deswegen niemand. Anders in den Entwicklungsländern. Man schätzt, dass dort jährlich etwa 500.000 Kinder in Folge  eines Vitamin-A-Mangels ihr Augenlicht verlieren.

Auch andere Sinne benötigen das fettlösliche Vitamin: Hörstörungen und eine herabgesetzte Geruchs- und Geschmacksempfindlichkeit können Folge einer Unterversorgung mit Vitamin A sein.

Zellspezialisierung, Wachstum, Entwicklung

Vitamin A unterstützt und reguliert das Wachstum und die Entwicklung von gesunden Zellen. Retinol ist am Aufbau von vielen Geweben und Strukturen im Körper beteiligt. Neben Augen, Haut und Schleimhäuten, die bereits erwähnt wurden, ist Vitamin A von Bedeutung für: Zähne, Knochen, Haare, Lymphgefäße und Geschlechtszellen, Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark und für den Aufbau von neuen roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Hier wirkt es synergetisch mit Eisen.

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Vorkommen, Zufuhr und Tagesbedarf

Vitamin A ist das einzige Vitamin, das mit Lebensmitteln überdosiert werden kann.  Dazu müssten Sie jedoch mehrere Tage hintereinander Leber oder im speziellen Fischleber essen. In 100 g Fischleber ist das 5.000-fache des normalen Tagesbedarfs (ca. 3.000 IE bzw. 15 mg Beta-Carotin) enthalten.

Auch Pflanzen sind eine gute Vitamin-A-Quelle, allerdings nicht in Form von Retinolverbindungen, sondern als Carotin-Träger. Beta-Carotin und 50 weitere Vertreter aus der Gruppe der rund 500 verschiedenen Carotinoide können im Darm zu Provitamin A gespalten werden. Hohe Carotinoidgehalte finden wir in buntem Gemüse und Obst wie: Karotten, Grünkohl, Spinat, Paprika, Brokkoli, Melonen, Aprikosen und Mangos. Die Süßwasseralge Spirulina ist besonders reich an Beta-Carotin. Ihr Gehalt ist rund 14 Mal so hoch wie der von Karotten.

Während tierisches Vitamin A unter Anwesenheit von Fett und Gallensäuren nahezu vollständig resorbiert wird, hängt die Bioverfügbarkeit pflanzlicher Carotinoide von der Art der Zubereitung und vom Fettgehalt der Nahrung ab. Carotinoide aus rohen Karotten werden nur zu rund 10 Prozent resorbiert, da diese größtenteils in den unverdaulichen zellulosehaltigen Zellen vorliegen. Bei der Anwesenheit von Fett und bei geriebenen Karotten ist die Aufnahme deutlicher höher. Auch in Smoothies geben die Salate und Gemüse ihre Schätze in Form von Vitalstoffen eher preis.

Ein erhöhter Bedarf von Vitamin A wird in der Fachliteratur beschrieben bei: Stress, Entzündungen, Rauchen, hohem Alkoholkonsum, ausgedehnten Sonnenbädern, Leber-Galle-Erkrankungen und Operationen. Auch wenn sie täglich mehr als eine Stunde Fernsehen oder am Computer arbeiten, steigt der Bedarf an Carotinoiden um das 14 fache.

Die Einnahme gewisser Medikamente verschlechtert auch den Vitamin-A-Status. Carotinoide sind nicht nur als Vitamin-A-Vorstufe bedeutend, sondern weisen für sich selbst wichtige antioxidative Eigenschaften auf. (Anti-Aging)

Personen, die an Diabetes oder an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, haben Probleme pflanzliche Carotinoide in Vitamin A umzuwandeln.

In der Schwangerschaft wird davon abgeraten Leber zu essen, da es bei einer Überdosierung von Vitamin A zu einer Missbildung beim Kind kommen kann. Eine hohe Zufuhr von Carotinoiden gilt jedoch generell als unbedenklich.

Quellen: Burgerstein / Handbuch Nährstoffe, Fuchs / Mit Nährstoffen heilen

Den Artikel als Gratis PDF Download gibts hier