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Newsletter Thema März 2015
Newsletter Thema März 2015

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Vitamin E – Schützt vor freien Radikalen und vielen Erkrankungen – Teil 2

Im Februar-Newsletter von Quintessence konnten Sie lesen, wie Vitamin E vor vielen Krankheiten schützt und wie das Supervitamin auch therapeutisch eingesetzt werden kann. Mancher Leser hat sich sicherlich gefragt, was von diesen Aussagen zu halten ist. Konnte man in den Zeitungen der letzten Jahre nicht lesen, dass Vitamin E nutzlos, ja sogar gefährlich sei? Wir wollen die fragwürdige Meta-Studie von Miller, auf welche die Warnungen vor Vitamin E zurückgehen, mal näher unter die Lupe nehmen. Zudem erfahren Sie, welche Lebensmittel Vitamin E beinhalten und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

 Vitamin E - gefälschte Studien?

"Glaube an keine Studie, die du nicht selbst gefälscht hast"

Vitamin E sei "lebensgefährlich", erhöhe das Todesrisiko, so konnte man in den Mainstream-Medien in den vergangenen Jahren des Öfteren nachlesen.  Die Ergebnisse einer manipulierten Meta-Studie hatten als reißerische Titel in Focus, Stern, Spiegel und anderen Zeitschriften für Aufregung gesorgt. Die Quelle der Schlagzeilen war eine Internet-Veröffentlichung in Annals of Internal Medicin, im November 2004. Dieser Artikel basierte wiederum auf einer sogenannten Meta-Analyse (Zusammenfassung von mehreren Studien) von Miller und anderen Autoren und wurde viele Jahre dazu missbraucht, um Vitamine als gefährlich darzustellen. Dabei erinnerte das Vorgehen der Forscher stark an das von Pippi Langstrumpf in der Villa Kunterbunt: Sie machten sich die Welt so, wie sie ihnen gefällt.

Die Medien greifen solche Informationen gerne auf und machen daraus die üblichen Warnungen vor der zusätzlichen Einnahme von Vitaminen.  Nach der Veröffentlichung der Miller-Studie hagelte es Verrisse von seriösen Wissenschaftlern: Die Studie war, vornehm ausgedrückt, mangelhaft und manipuliert. Darüber hinaus wimmelte es in dieser Studie von Fehlern. Die Meinung der Vitalstoffexperten zu Miller und Co war vernichtend. Die Medien hatten nicht das Rückgrat vor Ihren Lesern einzugestehen, dass Sie einer manipulierten Studie aufgesessen sind und veröffentlichten keine Gegendarstellung.

Wir haben uns diese Studie mal genauer angeschaut. Das Ergebnis vorab: Hätte ein Buchhalter eine derart manipulierte Bilanz vorgelegt, wäre er mit Sicherheit im Gefängnis gelandet.

  1. Bereits die Auswahl des Ausgangsmaterials lässt einseitige Tendenzen erkennen, denn die Manipulation beginnt damit, dass die meisten Versuchspersonen von vorne herein krank waren (und ergo auch ein erhöhtes Sterberisiko aufwiesen).
  2. Es wurde nicht explizit nach Vitamin-E-Zufuhr und damit verbundener Sterblichkeit gefragt, sondern nach der Gesamtsterblichkeit. Starb jemand an Mord, Selbstmord oder einem Unfall, war laut der Studie Vitamin E schuld.
  3. Neben der Willkür begingen die Forscher einen weiteren gravierenden Fehler: Sie übernahmen eine fehlerhafte Testreihe mit in ihre Untersuchung. So floss eine Studie mit in die Meta-Untersuchung ein, die aus dem Jahr 2001 stammt und bei der es angeblich zu 30 Toten in der Gruppe derjenigen kam, die Vitamin E und andere antioxidativ wirkende Vitalstoffe einnahmen. Allerdings hatten die Forscher, die damals an dieser Studie beteiligt waren, schon vor einigen Jahren eingeräumt, dass ein Dokumentationsfehler vorlag - es war zu keinem einzigen Todesfall gekommen. Trotz dieses Eingeständnisses wurde die Studie in Ihrer ursprünglichen, fehlerhaften Form verwendet.
  4. Studien, bei denen es in der Antioxidantien-Gruppe nicht zu Todesfällen kam, wurden für die Meta-Studie erst gar nicht berücksichtigt.
  5. Die durchschnittliche Beobachtungsdauer betrug bei den ausgewählten Studien nur 3,3 Jahre. Das ist viel zu kurz, um gesundheitliche Folgen einer erhöhten Antioxidantien-Einnahme zu beurteilen.
  6. Es gibt über 800 abgeschlossene, zum größten Teil sehr positive Studien, zum Thema "Antioxidantien" - warum gerade diese 68 Studien ausgewählt wurden, ist nicht klar.
  7. In den wenigsten Studien wird berichtet, ob synthetisches oder natürliches Vitamin E verwendet wurde. Dies macht ohne Zweifel einen sehr großen Unterschied aus. Man verglich quasi Äpfel mit künstlich hergestelltem Apfelpulver. Natürliches Vitamin E besteht aus acht verschiedenen Formen von Vitamin E, die sich bezüglich ihrer antioxidativen und sonstigen biologischen und chemischen Effekte alle ein klein wenig voneinander unterscheiden. Synthetisches Vitamin E besteht hingegen nur aus einem einzigen Tocopherol. Experten sagen, dass wir nicht nur dieses eine Vitamin E benötigen, sondern auch die anderen Formen. Im Gegenteil: Wenn wir von dem einen sehr viel haben, können die anderen Tocopherole an den Vitamin E-Rezeptoren nicht mehr andocken und ihre Wirkung entfalten. Es gibt aber keine Meta-Analyse, die Studien mit synthetischem oder natürlichem Vitamin E gegeneinander verglichen hätte. In vielen Studien wird noch nicht einmal angegeben, welches Vitamin E überhaupt verwendet wurde. Es ist anzunehmen, dass synthetisches Alpha-Tocopherol verwendet wurde. Aufgrund der günstigen Herstellungskosten hat es eine marktbeherrschende Stellung. Laut Fachliteratur kann es sogar pro-oxidativ wirken. Die cholesterinsenkende Eigenschaft von Tocotrienolen wird durch das synthetische Alpha-Tocopherol stark reduziert.
  8. Es wurde nicht etwa die übliche Dosisempfehlung für Vitamin E (ca. 11 bis 18 IE, laut DGE) mit der höheren Empfehlung der modernen Vitaminforschung (um die 400 IE) verglichen, sondern die höhere Empfehlung (400 IE) mit therapeutischen Dosierungen (bis zu 2000 IE).
  9. Dennoch ergaben alle "Vormanipulationen" noch immer kein eindeutig negatives Ergebnis bei erhöhter (über 400 IE) Vitamin-E-Zufuhr. Die Darstellung gelang erst, nachdem alle Original-Studienergebnisse mit einer eigens von Miller et al. entwickelten "Sonderformel" (quadratic-linear dose response) passend gerechnet worden waren.
  10. Trotz aller Manipulationen ließ sich lediglich eine Risikoerhöhung von 0,5% für Dosierungen jenseits von 400 IE darstellen - aber wer nimmt die überhaupt zu sich?

Nicht mal die Miller'sche Sonderformel  war in der Lage, die eindeutig positiven Ergebnisse für Ergänzungen bis 400 IE Vitamin E kaputtzurechnen. Nimmt man die Originaldaten der Studien, dann zeigen sich auch für Dosierungen bis 2000 IE keine eindeutig negativen Folgen.

Fazit: Die gesamte Studie ist das Papier nicht wert, auf dem sie veröffentlicht wurde. Auch diese angeblich negative Meta-Analyse beweist in Wahrheit, dass die vorteilhaften Effekte von hohen Dosierungen (bis 400 IE) nicht kaputtzurechnen sind. Die Gesamttodesrate ist bis 400 IE für die Vitamin-E-Gruppe eindeutig positiv. Erst jenseits der 400 IE täglich waren in Einzelfällen negative Effekte zu verzeichnen. Wenn die Ergebnisse einer Studie derart zielgerichtet manipuliert werden, müssen sich die Wissenschaftler die Frage gefallen lassen: Was haben sie damit bezweckt? Die Autoren der Studie (Miller et al.) sind kein unbeschriebenes Blatt und an dubiose Schlagzeilen gewöhnt.

Der bekannte Mediziner Dr. Michael Spitzbart schreibt in seinem monatlich erscheinendem Gesundheitsbrief: " Mein Rat für Sie: Lassen Sie sich nicht irritieren. Wir erfahrenen Mediziner wissen, dass Vitalstoffpräparate von großem Nutzen sein können - auch wenn die Studie von Miller immer wieder zitiert wird und für große Verunsicherung sorgt. Gerade Antioxidantien bringen große Vorteile für Ihre Gesundheit."

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Vitamin E in Lebensmitteln

Laut Dr. Burgerstein nehmen viele Menschen nicht genügend Vitamin E mit der Nahrung zu sich. Durch die Verarbeitung von Lebensmittel wird es weitgehend zerstört und eliminiert. So geht zum Beispiel fast das gesamte Vitamin E  verloren, wenn Vollkorn zu Weißmehl verarbeitet wird. Auch Ölsaaten weisen von Natur aus einen relativ hohen Vitamin E-Anteil auf. Das ist ja auch logisch, denn das Fett muss ja vor Oxidation geschützt werden. Das trifft vor allem auf die mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu.

Nüsse, Avocados und Weizenkeime weisen verhältnismäßig hohe Werte an Vitamin E auf. Auch die meisten Gemüsesorten und Sojabohnen enthalten Vitamin E.

Spitzenreiter, was den natürlichen Gehalt betrifft, ist das rote Palmöl (Red Palm). Es enthält alle acht Arten von Tocopherolen und Tocotrienolen, was in der Natur einzigartig ist.

Dosierung und Nebenwirkungen

Von offizieller Seite aus werden zirka 11 bis 15 mg pro Tag empfohlen. Mit der täglichen Nahrung nehmen wir im Durchschnitt nur die Hälfte dieser Menge auf. Der Vitaminforscher und Nobelpreisträger Linus Pauling empfahl für die therapeutische Dosis bis zu 800 mg. Man sieht hier wieder einmal mehr, wie sehr die offiziellen Empfehlungen vom tatsächlichen Bedarf abweichen.

Wichtig zu wissen ist noch, dass der Konsum von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, den täglichen Bedarf an Vitamin E erhöht. Wenn Sie 20 Gramm Leinöl pro Tag essen, steigt Ihr Vitamin-E-Bedarf um rund 8 mg. Im Omega-3-Plus von Dr. Udo Erasmus ist eine Extraportion Vitamin E bereits enthalten.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) definiert 300 mg (rund 450 IE) als tolerierbare Höchstaufnahmemenge. Die Einnahme von Vitamin E ist auch in höheren Dosen relativ unbedenklich, da sogar in 1000-facher Dosierung der aktuellen Tagesdosis keine schädlichen  Wirkungen beobachtet wurden.

Vorsicht ist jedoch bei therapeutischen Dosen von Vitamin E und gleichzeitiger Einnahme von gerinnungshemmenden Mitteln (Marcumar, Heparin, usw.) geboten. Da bei gleichzeitiger Einnahme mit hohen Mengen Vitamin E eine starke Gerinnungshemmung und ein erhöhtes Blutungsrisiko auftreten können, sollte in diesem Fall eine ärztliche Beratung eingeholt werden. Außerdem ist von einer Einnahme nur der synthet

ischen Form von Vitamin E (dl-Alpha-Tocopherol) in hohen Mengen abzuraten, weil dadurch ein Mangel an anderen wichtigen Formen von Vitamin E entstehen kann (insbesondere Gamma-Tocopherol).

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Vitamin E – beim Kauf auf Qualität achten

Die meisten Vitamin E-Produkte im Handel enthalten das relativ wenig effiziente Alpha-Tocopherol. Viel wirksamer sind jedoch gamma- und delta-tocopherol und die Tocotrienole. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Vitamin E aus natürlicher Quelle kommt, allerdings nicht aus der Soja-Bohne. Zudem sollte es alle acht Tocopherole und Tocotrienole enthalten.

Bedenken sie Folgendes: In den Studien wurde meist nur das wenig wirksame, synthetische Alpha-Tocopherol verwendet. Also nur ein schwaches Instrument, statt einem Orchester. Tocotrienole haben im Vergleich zu einem synthetischen Vitamin E eine 40 bis 60 Mal stärkere antioxidative Schutz-Wirkung.

Sie benötigen bei einem ganzheitlichen Produkt nicht die hohen Dosierungen von 400, 800 oder mehr IE, die in den Studien verwendet wurden.

Ein weiterer Grund warum ein natürlicher Vitamin-E-Komplex wirkungsvoller ist, liegt darin begründet, dass sich synthetisches Alpha-Tocopherol schnell verbraucht. Die natürlichen Tocopherole und Tocotrienole können im Körper mehrfach für biochemische Aufgaben genutzt werden. In Europa dürfen im Gegensatz zu den USA keine Hochdosisvitamine verkauft werden. Unserer Ansicht nach ist das meist auch gar nicht notwendig. Durch die Synergie, also das Zusammenspiel der Wirkstoffe mit den pflanzlichen Komponenten, erübrigt sich die hohe Dosierung. Im Vergleich zu hochdosierten Einzelpräparaten wird dabei der gleiche, oft sogar ein noch besserer Nutzen erzielt.

Ernährungsforscher schätzen, dass der Mensch täglich 10.000 verschiedene Stoffe über die Nahrung zuführen muss, um gesund zu bleiben. Das scheint beim ersten Anblick sehr viel zu sein. Bedenken Sie jedoch, dass manche Kräuter über 100 verschiedene Inhaltsstoffe haben. Schon ein gutes Steinsalz enthält 78 Mineralstoffe und Spurenelemente.

Wenn Sie gesund sind und sich abwechslungsreich ernähren, genügt unserer Erfahrung nach meist die empfohlene Tagesverzehrmenge, die immer auf den Etiketten steht. Vorausgesetzt Sie verwenden ein qualitativ hochwertiges Produkt, ohne künstliche Zusatzstoffe wie Magnesiumstearat. Um einen guten oxidativen Schutz zu gewähren, empfehlen wir ohnehin auch andere Antioxidantien wie Coenzym Q10, Vitamin C, OPC, Astaxanthin, Selen, Carotinoide etc. einzunehmen. Dann benötigen Sie auch nur moderate Mengen, um einen Erfolg in Form von mehr Vitalität und besserer Gesundheit zu verspüren.

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