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Newsletter Thema August 2012
Newsletter Thema August 2012

Wie gesund sind Lebensmittel

EU bestimmt, ob unsere Lebensmitteln gesund sind

Haben Sie auch schon von der Health-Claims-Verordnung gehört? Wie so viele Maßregelungen sollen sie den Verbraucher schützen. Es kann aber sein, dass bald der gegenläufige Effekt eintritt und der Verbraucher noch mehr irritiert wird. Warum die Gefahr besteht, lesen Sie jetzt!

Eigentlich war der Ansatz verständlich: Kein Hersteller sollte mehr eine Wirkung auf das Etikett seines Lebensmittels drucken dürfen, was dieses überhaupt nicht hat.

Deswegen überprüfte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (kurz EFSA, das steht für European Food Safety Authority) Vitalstoffe auf ihre Wirksamkeit. Dabei sind die Mehrzahl der gesundheitsbezogenen Aussagen zu Lebensmitteln als unakzeptabel vom Tisch gefallen. Was dem Verbraucher ja nützt, denn er soll auf eine Produktaussage in Zukunft vertrauen dürfen. Man könnte meinen, die EFSA ist so eine Art TÜV für unsere Lebensmittel. Was sie für gut befindet, kann bedenkenlos verzehrt werden. Ach, wäre das schön.

Aber so ist es nicht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit kann diese immense Aufgabe ja nur durch die Mithilfe von Experten bewältigen. Das sind im besten Fall erfahrene Damen und Herren, die seit vielen Jahren mit den entsprechenden Produkten zu tun haben. Und für wen hatten sie die ganze Zeit vorher direkt oder indirekt gearbeitet? Richtig: Für die entsprechenden Industrieunternehmen, die nun gerne ihre Interessen durchsetzen möchten.

Darum ist die Arbeit der EFSA in die Kritik geraten. Immer mal wieder gibt es Berichte, dass ein Lobbyist aus der Industrie seinen Fuß in die EFSA-Tür gesetzt hat und jetzt mitsteuert, was die Behörde für gut verabschiedet und was sie nicht gut findet.

Es ist zwar vorgeschrieben, dass mindestens drei Industrievertreter im Führungsgremium sitzen müssten, doch der 15-köpfige Verwaltungsrat soll sich eigentlich um die Organisation der Behörde kümmern und nicht die Empfehlungen der EFSA-Wissenschaftler beeinflussen. Nun wissen wir aber von vielen Studien, dass wissenschaftliche Meinungen ganz konträr ausfallen können. Die einen Wissenschaftler sagen so, die anderen so. Daher ist es durchaus möglich, dass durch die Wahl eines bestimmten Experten eine ganz konkrete wissenschaftliche Meinung angepeilt wird.

EFSA erlaubt, was bisher verboten war

Wie sehr die EFSA am Wohl des Verbrauchers interessiert ist, zeigt ihre jüngste Entscheidung: Wenn es nach ihr ginge, dürfte der amerikanische Agrarkonzern Monsanto, der Marktführer unter den Gentechnikherstellern, sein genmanipuliertes Sojasaatgut bald in Europa verkaufen. Bislang ist das verboten. Doch die EFSA findet nichts Schlimmes daran, wenn bei uns gentechnisch verändertes Soja angebaut wird. Obwohl den zuständigen Fachleuten bekannt ist, dass mit diesem Anbau auch der Einsatz eines gefährlichen Spritzmittels mit dem Wirkstoff Glyphosat zum Einsatz kommt. Erste Studien deuten darauf hin, dass es das Erbgut schädigen und Missbildungen hervorrufen kann.

Völlig unverständlich ist diese Einschätzung der EFSA auch vor dem Hintergrund, dass ihr doch hinlänglich bekannt sein müsste, dass die überwiegende Anzahl der Verbraucher genmanipulierte Produkte ablehnt. Begreifbarer wird das erst, wenn man sich damit beschäftigt, wie gezielt Gentechnikvertreter, die einst oder immer noch für die Industrie arbeiten, im Gentechnikausschuss der EFSA sitzen. Testbiotech e. V. beobachtet die Verteilung der Posten bei der EFSA seit Jahren. Das Institut drängt darauf, dass Gesundheit und Umwelt durch die Auswahl der Experten so gut wie möglich geschützt werden, doch immer wieder gibt es Anlass zur Kritik.

Bedenklicher Stoff in dunklen Limonaden

Der EFSA ist auch bekannt, dass in dem meist bekannten dunklen Limonadengetränk der möglicherweise krebserregende Farbstoff 4-Methylimidazol enthalten ist. Der US-Bundesstaat Kalifornien setzte den Stoff jedenfalls auf seine Liste karzinogener Stoffe, weswegen sich der Hersteller dieses beliebten Getränks veranlasst sah, den Gehalt auf 4 Mikrogramm zu reduzieren, aber nur in Kalifornien. Auch in anderen Ländern hält sich der Hersteller an die gesetzlichen Grenzwerte, nur liegen die in der Regel viel höher! In Brasilien sind 267 Mikrogramm erlaubt, in Kenia 170 und in Großbritannien, Kanada, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in Mexiko liegt der Anteil zwischen 145 und 160 Mikrogramm je 355 ml des Getränks (circa ein Doseninhalt). Wie hoch der Gehalt im Getränk auf dem deutschen Markt ist, ist noch nicht klar. Und wie sieht es im übrigen Europa aus? Nun die EFSA hat kein Problem damit. Für sie ist das Getränk nach wie vor in Ordnung, allerdings mahnt sie, den Gehalt dieses Stoffes in Getränken so niedrig wie technisch möglich zu halten.

Irritation über die Auswahl der Studien

Die EFSA vermittelt gerne den Eindruck, als würde sie die Wirkung verschiedenster Stoffe sehr gewissenhaft anhand von Studien prüfen. Bei dem Thema Probiotika kann davon jedoch keine Rede sein. Weltweit sind sich Mediziner darüber einig, dass die guten Darmbakterien lebensnotwendig für uns sind, weil sie eine gesunde Darmflora schaffen. Die ist schließlich Ausgangsbasis nicht nur körperlicher, sondern möglicherweise auch mentaler Gesundheit. Doch die EFSA erkennt das nicht als wissenschaftlich bestätigt an. Das ist doch merkwürdig. Worum geht es eigentlich? Um den Schutz der Verbraucher oder um ihre Irreführung?

Es ist schon gut, dass der Hersteller eines bestimmten Marken-Joghurts nun nicht mehr mit gesundheitsbezogenen Aussagen werben darf, denn normale Joghurts (vor allem die Produkte aus dem Bioladen) sind mindestens genauso gesund. Doch das ist kein Anlass den probiotischen Kulturen sämtliche Wirkungen auf das Immunsystem abzusprechen. Das mutet ja so an, als ob es Interessen gibt, dass Menschen nicht darüber informiert werden dürfen, was sie gesund erhält.

Hinsichtlich Probiotika sind wir nun gespannt auf das Jahr 2013. Nach Aussagen der EFSA „bedarf es weiterer Arbeiten“.

Vorteile der Health-Claims-Verordnung

Jede Medaille hat zwei Seiten. Und so hat auch die Health-Claims-Verordnung Vorteile: Die EFSA hat etliche Studien zu Vitaminen und Mineralstoffen und ihre Auswirkungen auf den Stoffwechsel geprüft. Dabei kam sie bei zahlreichen Nährstoffen zu dem Ergebnis, dass sich diese positiv zum Beispiel auf das Knochenwachstum auswirken, auf die Sehkraft, auf die Fruchtbarkeit, die Immunabwehr und vieles mehr. Damit ist es nun vielen Anbietern möglich über ihre Produkte Positives zu sagen, vorausgesetzt ihr Lebensmittel enthält mindestens 15 % der täglichen Verzehrmenge, die in der Verordnung über nährwertbezogene Angaben festgelegt ist.

Alle anderen gesundheitsbezogenen Angaben, die früher erlaubt waren, wie zum Beispiel „… reguliert die Verdauung“, „… schützt vor Infektionen der oberen Atemwege“, „… verringert das Risiko von Blasenentzündungen bei Frauen“ oder „Polyphenole wirken positiv auf den Blutdruck.“ sind damit jedoch verboten.

Daher ist überall zu vernehmen, dass die Verordnung über gesundheitsbezogene Angaben bei Lebensmitteln“ viel erreicht hätte für die Verbraucher. Doch die Industrie ist ja nicht auf den Kopf gefallen: Rechtsexperten befürchten nun, dass Hersteller von Lebensmitteln den Gehalt von Vitaminen und Mineralstoffen in ihren Produkten auf mindestens 15 % der täglich empfohlenen Verzehrmenge anheben, damit sie zukünftig die entsprechenden gesundheitsbezogenen Angaben in ihrer Werbung machen dürfen.

Ihrer Meinung nach wird es nicht mehr lange dauern bis der Verbraucher ganz normale Lebensmittel im Supermarktregal findet, die damit beworben werden, dass sie z. B. viel Eisen enthalten und der Verzehr des Produktes damit geeignet ist, Müdigkeit zu reduzieren, um nur ein Beispiel zu nennen.

Da es Health Claims zu zahlreichen Nährstoffen gibt wie Biotin, Calcium, ungesättigten Fettsäuren, Eisen, Magnesium, Melatonin, Proteine, Selen, den Vitaminen A, B1, B2, B6 und B12, C, D, E wird das die Fantasie der hochbezahlten Marketingexperten schon beflügeln.

Vor diesem Hintergrund des möglichen Missbrauchs der Health Claims fragen sich Anwälte für Lebensmittelrecht, ob es die Verordnung in fünf Jahren überhaupt noch geben wird.

Ist die nächste Gefahr die Überdosierung?

Wie ist das eigentlich, wenn wir Vitamine und Mineralstoffe täglich aus den unterschiedlichsten Quellen zu uns nehmen? Laufen wir da Gefahr uns eine Überdosierung einzuhandeln? Wie ist das bei Verbrauchern, die chronisch krank sind? Sind alle Nährstoffe für sie verträglich? Außerdem: Aus welcher Quelle stammen die zugesetzten Wirkstoffe? Sind sie natürlich oder synthetisch?

Vor der Gefahr einer möglichen Überdosierung mit Vitaminen und Mineralstoffen wird schon seit Jahren immer wieder gewarnt. Experten aus dem ganzheitlichen Bereich halten zum Beispiel überhaupt nichts von jodiertem und fluoriertem Speisesalz.

Was Vitamine und Mineralstoffe angeht, liegen die bei uns erlaubten Mengen allerdings deutlich unter denen der Produkte, die zum Beispiel in Amerika zulässig sind. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wenn man die Mengen einhält, die bei uns in Deutschland erlaubt sind, muss man sich als gesunder Mensch wohl keine großen Sorgen machen.

Die Qualität des Nährstoffs ist allerdings noch ein Thema. Er sollte nach Möglichkeit aus natürlicher Quelle kommen. Das ist bei Produkten, die für den Massenmarkt konzipiert sind, jedoch nicht der Fall. Wer Vitamine kauft, die über die Medien angepriesen werden, erhält meist ein synthetisches Produkt – also Vitamine aus dem Chemielabor! Die sind günstiger, weil ihr Herstellungsverfahren einfacher ist. Woran erkennt man synthetische und natürliche Vitamine? Das muss auf der Verpackung angegeben werden: Wer Vitamine natürlichen Ursprungs hat, teilt das auf alle Fälle auf dem Produkt mit, denn das ist ein Qualitätsmerkmal. So könnte dort z. B. stehen: Vitamin C aus der Acerolakirsche, Vitamin E aus Weizenkeimen oder Vitamin B6 aus Hefe. Ist keine natürliche Quelle angegeben, handelt es sich um einen synthetischen Stoff.

Vom gesundheitlichen Wert her sieht es so aus, dass natürliche Vitamine nicht nur das Vitamin enthalten, sondern weitere Nährstoffe, mit denen das synthetische Produkt nicht aufwarten kann: z. B. Flavonoide. Es handelt sich bei natürlichen Vitaminen also um ein Nährstoffgemisch, das den Körper auf vielfältige Weise unterstützt. Außerdem schützen die anderen Nährstoffe das Vitamin vor Hitze, Kälte oder Konservierung.

Synthetische Vitamine sind eine blasse Kopie von Einzelwirkstoffen. Um sie resistent und haltbar zu machen, wurde ihnen allerdings auf künstliche Weise etwas beigemischt, das uns nicht schmecken dürfte und alles andere als gesund ist: Bis zu sieben verschiedene Chemikalien, Lösungsmittel und Farbstoffe!

Synthetische Vitamine können sogar ernsthafte Probleme verursachen. So belegen Studien, dass Raucher und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ernsthafte Gesundheitsschäden bekommen, wenn sie täglich 20 mg synthetisches Beta-Carotin zu sich nehmen. Wann immer Studien über Schäden aufgrund einer Überdosierung mit Vitaminen zitiert werden, ist genau zu prüfen, ob es sich um synthetische Vitamine oder natürliche Vitamine gehandelt hat. Probleme gibt es nur bei synthetischen Vitaminen. Auch Vitamin E aus dem Labor ist mit Vorsicht zu genießen: Es blockiert die Aktivität des natürlichen Vitamin E, das wir aus der Nahrung oder aus natürlicher Quelle zu uns nehmen.

Es kann allerdings gut sein, dass die EFSA von diesen ganzen Zusammenhängen noch nichts gehört hat oder nichts hören will.

Worauf muss man als Verbraucher achten?

Obwohl mittlerweile schon viele Verbraucher-Magazine über die Health-Claims-Verordnung berichtet haben, scheinen manche Anbieter von Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsprodukten sich nicht damit beschäftigen zu wollen. Manche Vertreiber haben die Ergebnisse der EFSA sogar irgendwie missverstanden oder stellen sie falsch dar: Wer zum Beispiel den Anschein erweckt, dass die EFSA das eigene Produkt für gut befunden hat, obwohl nur ein bestimmter Nährstoff bewertet wurde, macht sich strafbar. Insofern sollte eigentlich nicht mit den Bewertungen der EFSA geworben werden.

Wenn einem Lebensmittel Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt sind, muss die genaue Menge pro Verzehrmenge auf dem Etikett oder der Verpackung stehen.

Wer an chronischen Erkrankungen leidet, sollte sich vor Kauf eines Lebensmittels, dem Mineralstoffe und Vitamine zugesetzt sind, und vor dem Kauf eines  Nahrungsergänzungsmittels fachlichen Rat einholen.

Soll dann jeder das große Rechnen anfangen, auf wie viel Calcium, Vitamin B oder Eisen etc. er durch die verschiedenen Lebensmittel pro Tag kommt? Klüger ist es sicher, eine gezielte Nahrungsergänzung pro Wirkstoff oder Wirkstoffgruppe zu nehmen, die auf den persönlichen Bedarf abgestimmt ist und die garantiert aus natürlicher Quelle stammt. Auch wenn sie etwas teurer sein sollte. Vorsorge ist besser als Nachsorge. Ein möglicher Krankheitsfall kommt einen unter dem Strich noch viel teurer. Alles was mit unserer Gesundheit zu tun hat, ist beratungsbedürftig. Insofern sollte man Lebensmittel mit Zusatzstoffen nur bei Experten kaufen, die über entsprechende Erfahrung im Ernährungsbereich verfügen.

Also achtsam sein bei der Wahl des Anbieters und des Produktes. Seriöse Anbieter haben es nicht nötig, etwas aufzudrängen. Sie geben individuelle Empfehlungen und überlassen die Entscheidung dem Kunden. Und der ist mittlerweile wirklich gut beraten, wenn er sich selbst Wissen darüber aneignet, welche Funktionen die verschiedenen Nährstoffe im Körper haben und unter welchen Umständen ein erhöhter Verzehr angezeigt ist. Wenn die Health-Claims-Verordnung auf profundes Wissen beim Verbraucher trifft, ist sie am effektivsten.

Quellen:

www.keine-gentechnik.de, www.general-anzeiger-bonn.de, www.abgespeist.de, www.test.de, www.focus.de, www.haccp-aktuell.de, www.sueddeutsche.de, www.testbiotech.de, Zentrum der Gesundheit, www.health-claims-verordnung.de u.a.